Kapstadt fühlt sich an wie mehrere Reisen in einer: morgens Stadtbummel zwischen Märkten, Galerien und Cafés, mittags ein Roadtrip entlang dramatischer Küsten, abends Sonnenuntergang über dem Atlantik – und dazwischen immer wieder diese Kulisse aus Bergen und Meer. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie Kapstadt entspannt planen, welche Viertel sich lohnen und wie Sie Highlights und Ausflüge ideal kombinieren – inklusive praktischer Tipps.
Inhalt:
Foto: Kapstadt, Südafrika – Luftaufnahme in der Abenddämmerung.
Geld & Bezahlen: In Kapstadt können Sie fast überall mit Karte zahlen – trotzdem lohnt sich ein kleiner Bargeldbetrag für Märkte, Trinkgeld und spontane Kleinigkeiten. Dazu gehört auch das Parken: Oft sind „Parking Attendants“ vor Ort, die kurz einweisen oder ein Auge aufs Auto haben und dafür ein kleines Trinkgeld erwarten. Die Südafrikanischen Rand können Sie bequem vorab in der Schweiz über den Swiss Bankers Notenversand bestellen.
Wichtige Infos vor der Reise: Für den schnellen Check finden Sie auf unserer Ländesinformationsseite zu Südafrika alles Wichtige zu Einreise/Visum, Sicherheit, Gesundheit, Zahlungsmitteln und weiteren Reisetipps – ideal vor dem Abflug.
Kapstadt ist das ganze Jahr reizvoll – am entspanntesten ist es jedoch in den Schultermonaten (September–November und März–Mai): angenehm warm, oft klarer Himmel und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer – ideal für Table Mountain, Bo-Kaap und Ausflüge entlang der Küste. Dezember bis Februar liefert pures Sommerfeeling mit langen Abenden, ist aber auch am lebhaftesten und am schnellsten ausgebucht. Juni bis August punktet mit ruhiger Atmosphäre und sattgrünen Landschaften, bringt dafür kühlere Abende und häufiger Regen.
Kapstadt ist weitläufiger, als man es von vielen europäischen Städten kennt – umso wichtiger ist ein Viertel, das zu Ihrem Reisestil passt und Ihnen kurze Wege, eine angenehme Atmosphäre und den richtigen Mix aus Ruhe und Leben bietet.
Green Point (unsere persönliche Empfehlung): Wenn Sie uns nach dem besten „Basecamp“ fragen – wir würden Green Point wählen. Der Stadtteil ist angenehm ruhig und gilt als sicher, mit vielen modernen Apartments/Airbnbs in neuen Gebäuden (oft mit Parkplatz und Security). Gleichzeitig sind Bars, kleine Shops und Cafés gleich um die Ecke. Das Beste: Sie erreichen die V&A Waterfront bequem zu Fuss – dort ist es fast immer lebendig, mit vielen Geschäften, einem schönen Mall-Bereich, Restaurants und Hafen-/Yacht-Flair. Hotelempfehlung: Hotel Lola – ein stilvolles, modernes Haus mit viel „easy“-Vibe, ideal als Base für City und Ausflüge.
Sea Point: Perfekt, wenn Sie Kapstadt gern mit Meerfeeling verbinden möchten: die Promenade ist ideal für Spaziergänge, Jogging oder einen Sundowner, und rundherum finden Sie viele Cafés und Restaurants. Ein Viertel, das sich leicht und „ferienmässig“ anfühlt – besonders für den entspannten Tagesausklang. Hotelempfehlung: Home Suite Hotels Sea Point – sehr angenehm und praktisch, mit komfortablen Suiten/Apartments und Top-Lage für den Alltag am Meer.
City Bowl / Gardens: Eine sehr praktische Wahl, wenn Sie zentral wohnen und viel Sightseeing zu Fuss oder mit kurzen Fahrten erledigen möchten. Viele Restaurants, Bars und kulturelle Stopps liegen in Reichweite. Hotelempfehlung: Botany House Boutique Retreat – charmantes Boutique-Retreat mit viel Atmosphäre, perfekt zum Abschalten nach einem vollen Sightseeing-Tag. Alternativ: iGadi House Boutique Hotel – stilvolles Boutique-Hotel in ruhiger Lage, ideal als entspannter Rückzugsort und gleichzeitig sehr gut angebunden.
De Waterkant: Stylisch, kompakt und ideal, wenn Sie Boutique-Stores, Design und eine gute Bar-Szene mögen. Das Viertel ist besonders angenehm, wenn Sie abends gern „in der Nähe“ bleiben und trotzdem eine schöne Auswahl an Drinks- und Dinner-Spots haben möchten. Hotelempfehlung: The Capital Mirage – moderne, grosszügige Suiten mit urbanem Komfort, ideal, wenn Sie es gerne etwas „city-chic“ haben.
Anders als in vielen europäischen Städten sind Kapstadts Highlights nicht kompakt in einem einzigen historischen Zentrum gebündelt – stattdessen entdecken Sie Sehenswürdigkeiten, Architektur und grüne Oasen eher „in Etappen“ über verschiedene Viertel verteilt. Genau das macht den Reiz aus: Sie kombinieren Stadtmomente, Aussichtspunkte und Küste ganz flexibel – je nach Wetter, Lust und Tageszeit.
Kapstadt ist schon in der Stadt spektakulär – aber das eigentliche „Wow“ wartet oft direkt vor der Tür: Mit einem Tagesausflug kombinieren Sie Küstenpanorama, Pinguine und Weinlandschaften ganz entspannt.
Kap-Halbinsel als Traumroute (Hinweg): Machen Sie den Tagesausflug zur Kap-Halbinsel zu einer kleinen Küsten-Rundreise – mit Stopps, die sich perfekt aneinanderreihen: Muizenberg (Surfer-Paradies & ikonische Strandhütten), St James (bunte Strandhäuschen), Kalk Bay (Hafenflair & kleine Läden), weiter nach Simon’s Town und von dort zu Boulders Beach – Pinguine inklusive. Starten Sie früh, dann bleibt genug Zeit für Aussichtspunkte und spontane Pausen.
Chapman’s Peak Drive (Rückweg): Zurück nach Kapstadt sollten Sie unbedingt über den Chapman’s Peak Drive fahren – für viele die schönste Panoramastrasse der Region. Steile Felsen auf der einen Seite, der Ozean auf der anderen: Diese Strecke ist nicht nur Transport, sondern ein Highlight mit Fotospots und Aussichtspunkten.
Robben Island: Ein starker Perspektivwechsel – nicht das klassische „Wow-View“-Highlight, aber eines der eindrücklichsten Erlebnisse. Wenn Sie das Gefängnis besuchen möchten, in dem Nelson Madela 27 Jahre inhaftiert war, gilt: unbedingt frühzeitig online reservieren, denn die Touren sind häufig schnell ausgebucht.
Winelands: Wenn Sie noch einen Tag übrig haben, sind die Winelands die genussvollste Ergänzung – alle Tipps und Empfehlungen dazu finden Sie im Abschnitt "Kulinarik und Wein".
Video: Franschhoek Wine Tram
Kapstadt verführt nicht nur mit Aussicht, sondern auch mit Geschmack: In der Stadt entdecken Sie kreative Küche und lässige Food-Spots – und nur einen Tagesausflug entfernt warten die Winelands mit Weingütern, Picknickplätzen und entspanntem Genuss.
Kulinarik in Kapstadt: Kapstadt hat eine der aufregendsten Food-Szenen der Welt – die Auswahl ist so gross, dass man sich fast nicht entscheiden kann. Genau deshalb empfehlen wir hier bewusst nur ein Must-Visit-Restaurant: Belly of the Beast – kreativ, saisonal und ein echtes Kapstadt-Highlight mit Menü-Fokus und viel Liebe zum Detail. Unbedinhgt frühzeitig reservieren. Wenn Sie lieber unkompliziert probieren statt lange zu sitzen, sind die Food Markets eine perfekte Ergänzung – Details finden Sie im Abschnitt „Shopping & Markets“.
Winelands – hier kann man kaum falsch wählen: In der Region warten hunderte Weingüter – und egal, welches Sie auswählen: Das Niveau ist meist beeindruckend. Dazu kommt die Atmosphäre: Man wird fast überall herzlich empfangen, und auch mit Kindern sind Sie in vielen Wineries willkommen. Wenn Sie eine besonders schöne, eher boutiqueartige Option nahe Kapstadt suchen, empfehlen wir Beau Constantia für ein entspanntes Wine Tasting.
Stellenbosch – das „Bordeaux Südafrikas“: Stellenbosch gilt als wichtigstes Weinzentrum des Landes. Besonders charmant ist die Hop-on-Hop-off Tractor Tour: Sie werden mit dem Traktor von Weingut zu Weingut gebracht – unkompliziert, originell und ein Erlebnis, von dem viele Reisende richtig schwärmen. Wenn Sie daraus ein echtes Winelands-Erlebnis mit Übernachtung machen möchten: Camp Canoe ist eine wunderschöne Glamping-Option auf dem Boschendal Wine Estate (zwischen Stellenbosch und Franschhoek) – perfekt, um die Weinregion nicht nur „abzufahren“, sondern wirklich zu geniessen.
Franschhoek Wine Tram: Wenn Sie die Winelands besonders entspannt erleben möchten, ist die Franschhoek Wine Tram eine grossartige Alternative: Sie fahren (mit Tram/Tram-Bus je nach Linie) zwischen verschiedenen Weingütern im Franschhoek-Tal und steigen flexibel aus und wieder ein – perfekt, wenn Sie ohne Fahrstress degustieren möchten.
Picknick-Erlebnis statt „nur“ Tasting: Ein echtes Highlight sind die Picknickplätze vieler Weingüter: Häufig bekommen Sie eine liebevoll gefüllte Box mit warmem Brot, Käse und weiteren Köstlichkeiten – dazu ein Glas Wein, Blick ins Grüne und sofort stellt sich dieses „Feriengefühl“ ein.
Foto: Oranjezicht City Farm Market – ein lebendiger Lieblingsmarkt mit richtig guter Stimmung.
Kapstadt ist ideal zum Bummeln – mal stylisch und urban an der Waterfront, mal bunt und lebendig auf den Märkten, wo man sich kulinarisch durchprobieren und nebenbei echte lokale Schätze entdecken kann.
Shopping an der V&A Waterfront: Die V&A Waterfront ist Kapstadts „easy place to be“: Hafenflair, viele Restaurants, Bars und Shops – und dazu eine Gegend, die fast immer lebendig ist. Perfekt, wenn Sie zwischendurch nicht gross planen möchten oder wenn das Wetter umschlägt. Für besonders schöne Souvenirs und lokale Designstücke lohnt sich Watershed: viele südafrikanische Labels unter einem Dach – von Schmuck über Prints bis zu Home-Accessoires und kleinen „Cape Town“-Schätzen. Praktisch ist auch: Direkt rundherum gibt es genügend Orte zum Warten (Kaffee/Drink), falls nicht alle in der Reisegruppe shoppen möchten.
Markets (unbedingt einplanen): Die Märkte sind in Kapstadt mehr als nur „Essensstände“ – sie sind ein Erlebnis. Meist am Wochenende, teilweise aber auch unter der Woche, treffen Sie hier auf frisch zubereitetes Essen aus aller Welt, oft mit Musik und einer richtig lebendigen Atmosphäre. Dazu kommen Stände lokaler Produzent:innen mit Schmuck, Kleidung, Bildern/Prints und Accessoires – perfekt, wenn Sie etwas Besonderes mitnehmen möchten. Unsere Empfehlungen: Neighbourgoods Market und Oranjezicht City Farm Market.
Foto: Bunte Strandhäuschen am Muizenberg Beach in Kapstadt.
Kapstadt ist eine Städtereise mit überraschend viel Abwechslung: urbanes Flair an der Waterfront, fotogene Viertel, spektakuläre Aussichtspunkte – und dazu Roadtrips entlang der Küste bis in die Winelands. Wenn Sie Ihre Basis klug wählen, ein paar Highlights früh reservieren und genug Raum für spontane Stopps lassen, wird die Reise nicht nur effizient geplant, sondern richtig unvergesslich.