Reisehinweise für Iran .

Hier finden Sie wichtige Hinweise und nützliche Informationen für Iran.

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Iran
Einfuhr Lokalwährung bis zu max. IRR 500'000.00 erlaubt
Einfuhr Fremdwährung frei, ab USD 10'000.00 (oder Gegenwert) Deklaration obligatorisch
Ausfuhr Lokalwährung bis zu max. IRR 500'000.00 erlaubt
Ausfuhr Fremdwährung frei bis USD 5’000.00 (oder Gegenwert); höhere Beträge nur, wenn bei der Einreise deklariert und belegt

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Nützliche Tipps unserer Experten:

Praktische Infos:

Zeitverschiebung im Vergleich zur Schweiz

+ 2.5 h (Schweizer Winterzeit); + 1.5 h (Schweizer Sommerzeit)

Hauptstadt

Teheran

Landessprache

Amtssprache

Persisch

Verständigungsmöglichkeit

Englisch, Französisch und Deutsch

Netzspannung

220 Volt / Adapter empfohlen

Öffnungszeiten

Banken

8.00 - 14.00 h (Sa - Mi)
8.00 - 12.00 h (Do)
Öffnungszeiten können variieren. Der Freitag ist der offizielle Ruhetag im Iran (vergleichbar mit dem Sonntag in westlichen Ländern), und die Banken sind geschlossen.

Geschäfte

9.00/10.00 - 21.00 h (Sa - Do)
14.00/15.00 - 21.00 h (Fr)
Öffnungszeiten variieren regional. In grösseren Städten und in touristischen Gegenden können die Öffnungszeiten von Geschäften flexibler sein, besonders in Einkaufszentren, die oft bis spät in den Abend geöffnet sind.

Feiertage

Die meisten Feiertage im Iran sind religiöser Natur und basieren auf dem islamischen Mondkalender, weshalb sie jedes Jahr auf ein anderes Datum im gregorianischen Kalender fallen. Dieser Mondkalender hat 354 oder 355 Tage pro Jahr, was dazu führt, dass die Feiertage jährlich um etwa 10 bis 12 Tage früher beginnen.

  • Variables Datum: Vatertag und Geburtstag von Imam Ali
  • Variables Datum: Himmelfahrt des Propheten
  • 11. Februar: Tag der Revolution
  • Variables Datum: Geburtstag des Imam Mahdi
  • 19. oder 20. März: Tag der Nationalisierung des Erdöls
  • 20. oder 21. März: Nouruz (Persisches Neujahrsfest; vier aufeinanderfolgende Feiertage)
  • 31. März oder 1. April: Tag der Islamischen Republik
  • 1. oder 2. April: Sizdah Bedar (Tag der Natur)
  • Variables Datum: Martyrium des Imam Ali
  • Variables Datum: Eid-e-Fetr (Fest des Fastenbrechens)
  • Variables Datum: Eid-e-Fetr (zusätzlicher Feiertag)
  • Variables Datum: Martyrium des Imam Sadeq
  • 3. oder 4. Juni: Todestag von Ayatollah Khomeini
  • 4. oder 5. Juni: Jahrestag des Aufstands vom 15. Khordad
  • Variables Datum: Eid-e-Ghorban (Opferfest)
  • Variables Datum: Eid-e-Ghadir
  • Variables Datum: Tassoua
  • Variables Datum: Ashura
  • Variables Datum: Arbaeen
  • Variables Datum: Todestag des Propheten und Martyrium des Imam Hassan
  • Variables Datum: Martyrium des Imam Reza
  • Variables Datum: Martyrium des Imam Hasan al-Askari
  • Variables Datum: Geburtstag des Propheten und des Imam Sadeq
  • Variables Datum: Martyrium der Hazrat Fatima
Einreisebestimmungen

Das EDA rät von Reisen in dieses Land ab.

  • Reisedokumente müssen bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
  • Passagiere müssen über ein gültiges, von Iran ausgestelltes Visum verfügen. Passagiere können vor der Abreise ein E-Visum erhalten bei https://e_visa.mfa.ir/en/. Sie müssen über eine ausgedruckte E-Visum-Bestätigung verfügen. Visaanträge mit dem Status „Warten auf Überprüfung“ werden nicht akzeptiert. Passagiere müssen am Visa-On-Arrival-Schalter am Flughafen eine gedruckte Kopie der Bewilligungsmitteilung vorlegen.

  • Besucher mit einem Visum benötigen ein Rück-/Weiterflugticket
  • Passagiere müssen über eine Gelbfieber-Impfbescheinigung verfügen, wenn sie sich in den letzten 6 Tagen in Angola, Argentinien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Tschad, Kolumbien, Kongo, Kongo (Demokratische Republik Kongo) aufgehalten haben. Rep.), Elfenbeinküste, Ecuador, Äquatorialguinea, Äthiopien, Französisch-Guayana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Guinea, Guyana, Kenia, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Suriname, Togo, Trinidad und Tobago, Uganda oder Venezuela.

- Infos zuletzt aktualisiert im September 2026 -

Klima

Nordiran (Kaspisches Meer und Alborz-Gebirge)

  • Sommer (Juni bis August): In dieser Region sind die Sommer warm und feucht, mit Durchschnittstemperaturen zwischen 25°C und 32°C. Aufgrund der Nähe zum Kaspischen Meer ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, und es kann zu gelegentlichen Regenfällen kommen, besonders im Westen.

  • Winter (Dezember bis Februar): Die Winter sind in Nordiran kühl bis mild. Die Temperaturen liegen zwischen 2°C und 10°C. In den höheren Lagen des Alborz-Gebirges gibt es Schneefall, während es entlang der Küste meist regnet.

  • Frühling/Herbst (März bis Mai, September bis November): Im Frühling und Herbst herrschen milde Temperaturen zwischen 15°C und 25°C. Es ist eine sehr angenehme Zeit zum Reisen, mit weniger Feuchtigkeit und moderaten Regenfällen.

Zentraliran (Wüstengebiete wie Dasht-e Kavir und Dasht-e Lut)

  • Sommer (Juni bis August): Die Sommer in den zentralen Wüstenregionen sind extrem heiß und trocken. Die Temperaturen können tagsüber auf bis zu 40°C bis 50°C ansteigen, während sie in der Nacht stark absinken, oft bis auf 20°C oder weniger. Es gibt so gut wie keinen Niederschlag.

  • Winter (Dezember bis Februar): Die Winter in Zentraliran sind kalt, vor allem nachts. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 5°C und 15°C, können aber nachts bis auf den Gefrierpunkt sinken. Es ist trocken, und Niederschläge sind selten.

  • Frühling/Herbst (März bis Mai, September bis November): In diesen Übergangsjahreszeiten sind die Temperaturen moderater, zwischen 20°C und 30°C. Dies sind die angenehmsten Jahreszeiten in den Wüstengebieten, mit angenehmer Wärme und kühlen Nächten.

Westiran (Zagros-Gebirge)

  • Sommer (Juni bis August): Die Sommer in den höher gelegenen Gebieten des Zagros-Gebirges sind angenehm, mit Temperaturen zwischen 20°C und 30°C. In tieferen Lagen kann es jedoch heißer werden, bis zu 35°C. Es bleibt weitgehend trocken.

  • Winter (Dezember bis Februar): In den Wintermonaten sind die Temperaturen im Zagros-Gebirge kalt, oft zwischen -5°C und 10°C. In den höher gelegenen Gebieten kommt es häufig zu Schneefall, während die Täler weniger Schnee sehen.

  • Frühling/Herbst (März bis Mai, September bis November): Die Temperaturen in diesen Jahreszeiten sind mild bis kühl, mit durchschnittlichen Werten zwischen 10°C und 25°C. Im Frühling gibt es gelegentlich Regen, besonders im April und Mai.

Südiran (Küste des Persischen Golfs)

  • Sommer (Juni bis August): Die Sommer an der Küste des Persischen Golfs sind extrem heiß und feucht. Die Temperaturen erreichen 35°C bis 45°C, mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Es ist eine der heißesten Regionen des Iran in den Sommermonaten.

  • Winter (Dezember bis Februar): Die Winter sind mild bis warm, mit Temperaturen zwischen 15°C und 25°C. Es ist die angenehmste Reisezeit für die Küstenregion, und es fällt kaum Niederschlag.

  • Frühling/Herbst (März bis Mai, September bis November): In diesen Jahreszeiten liegen die Temperaturen zwischen 25°C und 35°C, und die Luftfeuchtigkeit bleibt hoch. Es gibt nur wenige Niederschläge, aber gelegentliche Stürme können auftreten.

Ostiran (Grenze zu Afghanistan und Pakistan)

  • Sommer (Juni bis August): Die Sommer sind in Ostiran heiß und trocken, mit Temperaturen zwischen 30°C und 40°C. In den höheren Lagen kann es etwas kühler sein, aber die Region bleibt generell trocken und wüstenhaft.

  • Winter (Dezember bis Februar): Die Winter sind kalt, besonders nachts, wenn die Temperaturen auf bis zu 0°C fallen können. Tagsüber erreichen sie oft zwischen 10°C und 20°C. Es gibt kaum Niederschlag.

  • Frühling/Herbst (März bis Mai, September bis November): Die Temperaturen in diesen Jahreszeiten liegen zwischen 20°C und 30°C, und das Klima ist angenehm. Es gibt kaum Regen, und die Luft bleibt trocken.

Die perfekte Reisezeit für den Iran:

  • Badeferien: Am Kaspischen Meer eignen sich klimatisch vor allem die Sommermonate. An der Küste des Persischen Golfs sind Herbst, Winter und Frühling angenehmer; im Sommer ist es dort sehr heiss und feucht.

  • Städtetrips: März bis Mai, Sept. bis Nov. Der Frühling und Herbst sind ideal für Städtetrips, da die Temperaturen in Städten wie Teheran, Isfahan und Shiraz mild sind. In den Sommermonaten kann es in den Städten sehr heiß werden.

  • Winterferien: Dez. bis Feb. Für Wintersportler bieten die Skigebiete im Alborz- und Zagros-Gebirge gute Bedingungen. Skigebiete wie Dizin und Shemshak haben in diesen Monaten idealen Schnee.

Kommunikation
  • Handynutzung: Schweizer SIM-Karten funktionieren im Iran nur eingeschränkt. Es entstehen Gebühren bei der Handynutzung im Iran (Roaming). Es ist ratsam, vor der Reise die Roaming-Gebühren zu überprüfen und gegebenenfalls spezielle Roaming-Pakete zu erwerben, um Kosten zu reduzieren.

  • W-LAN: Kostenloses WLAN finden Sie inzwischen in vielen Hotels, Restaurants, Cafés und öffentlichen Bereichen, allerdings oft langsamer als in Europa. Der Internetzugang ist eingeschränkt. Webseiten und Dienste können blockiert, Verbindungen gedrosselt oder vollständig unterbrochen werden. Auch mit einem VPN ist der Zugang nicht zuverlässig gewährleistet.

  • Prepaid-SIM-Karten: Es ist möglich, vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte zu kaufen, um lokale Anrufe zu tätigen und mobile Daten zu nutzen. Es gibt verschiedene Mobilfunkanbieter im Iran wie Irancell oder Hamrah-e Aval.

Sehenswürdigkeiten
  • Persepolis, Shiraz: Die antiken Ruinen von Persepolis, die ehemalige Hauptstadt des Achämenidenreichs, zählen zu den eindrucksvollsten historischen Stätten des Iran und sind UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Nasir-ol-Molk-Moschee, Shiraz: Diese Moschee, auch bekannt als „Rosa Moschee“, ist berühmt für ihre farbenfrohen Glasfenster und die beeindruckende Innenarchitektur.
  • Golestan-Palast, Teheran: Der prächtige Palastkomplex aus der Kadscharen-Dynastie mit kunstvollen Gärten und reich verzierten Hallen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Imam-Platz (Naqsh-e Jahan), Isfahan: Einer der größten Plätze der Welt, umgeben von historischen Gebäuden wie der Imam-Moschee und dem Ali-Qapu-Palast, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Sheikh Lotfollah-Moschee, Isfahan: Eine beeindruckende Moschee mit einer der schönsten Kuppeln der islamischen Architektur, bekannt für ihre raffinierte Fliesenarbeit.
  • Bazaar von Tabriz: Einer der größten und ältesten überdachten Basare der Welt, in dem es traditionelle Waren und Handwerk zu entdecken gibt, UNESCO-Welterbe.
  • Towers of Silence, Yazd: Diese historischen Begräbnisstätten der Zoroastrier, auf Hügeln gelegen, bieten faszinierende Einblicke in die Bestattungskultur.
  • Jameh-Moschee, Yazd: Die historische Freitagsmoschee ist bekannt für ihr monumentales Eingangsportal, zwei hohe Minarette und kunstvolle Fliesenarbeiten. Ihr heutiges Erscheinungsbild entstand überwiegend ab dem 14. Jahrhundert.
  • Imam-Moschee (auch Schah-Moschee oder Masjed-e Shah), Isfahan: Diese prachtvolle Moschee mit ihrem grossen blauen Kuppeldach ist ein Highlight der persischen Architektur.
  • Ali-Sadr-Höhle, Hamadan: Eine der größten Wasserhöhlen der Welt, die per Boot erkundet werden kann, bietet faszinierende Stalaktiten und Stalagmiten.
  • Qom-Heiligtum, Qom: Das Heiligtum von Fatima Masumeh, einer wichtigen schiitischen Persönlichkeit, zieht zahlreiche Pilger an und beeindruckt mit seiner prächtigen Kuppel.
  • Eram-Garten, Shiraz: Dieser persische Garten, UNESCO-Weltkulturerbe, ist bekannt für seine schönen Zypressenbäume und sein kunstvolles Design.
  • Shahr-e Sukhteh (Die Verbrannte Stadt), Provinz Sistan und Belutschistan: Eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Irans, die bis 3.200 v. Chr. zurückreicht.
  • Kandovan, bei Tabriz: Ein malerisches Felsendorf, dessen Häuser in vulkanisches Gestein gehauen wurden, ähnlich wie in Kappadokien.
  • Darband, Teheran: Ein beliebtes Naherholungsgebiet am Fuße des Alborz-Gebirges, ideal für Wanderungen und traditionelle iranische Restaurants.
Gastronomie

Hier ist eine kurze Übersicht über die gastronomischen und kulinarischen Besonderheiten im Iran:

  • Persischer Reis (Polo): Reis ist das Grundnahrungsmittel im Iran und wird kunstvoll zubereitet. Typisch ist „Tahdig“, die knusprige Kruste am Boden des Reistopfs, die als Delikatesse gilt.
  • Kebabs: Verschiedene Arten von Kebabs, wie „Kubideh“ (Hackfleischspiess) und „Jujeh“ (Hühnchenspiess), gehören zu den beliebtesten Gerichten, oft serviert mit Reis und gegrillten Tomaten.
  • Khoresht (Eintöpfe): Reichhaltige Schmorgerichte wie „Fesenjan“ (Granatapfel-Walnuss-Eintopf) oder „Ghormeh Sabzi“ (Kräutereintopf mit Fleisch) sind typisch für die iranische Küche und werden meist mit Reis serviert.
  • Safran: Dieses kostbare Gewürz wird in vielen iranischen Gerichten verwendet, vor allem in Reisgerichten, Desserts und Tee. Der Iran ist einer der weltweit grössten Safran-Produzenten.
  • Torshi und Sabzi: Essiggemüse (Torshi) und frische Kräuter (Sabzi) sind unverzichtbare Beilagen, die fast jede Mahlzeit begleiten und dem Essen Frische und Säure verleihen.
  • Brot (Nan): Verschiedene Brotsorten wie „Sangak“ (auf heißen Steinen gebackenes Fladenbrot) und „Lavash“ sind zentrale Bestandteile jeder Mahlzeit und werden oft als Beilage zu Eintöpfen oder Käse gegessen.
  • Dolmeh: Gefüllte Weinblätter, Paprika oder Tomaten, meist mit Reis, Kräutern und manchmal Fleisch, sind eine beliebte Vorspeise oder Beilage in der iranischen Küche.
  • Persische Süssigkeiten: Beliebte Desserts wie „Baklava“, „Zulbia“ (frittierte Teigkringel) und „Gaz“ (eine Art Nougat) sind süsse Verführungen, oft mit Rosenwasser, Safran oder Pistazien verfeinert.
  • Sharbat: Diese traditionellen, sirupähnlichen Getränke werden oft mit Wasser verdünnt und aus Früchten oder Blüten, wie Rosenwasser, zubereitet. Sie sind besonders erfrischend im Sommer.
Verhaltenstipps
  • Begrüssung: Bei der Begrüssung wird oft ein Händedruck erwartet, allerdings nicht immer zwischen Männern und Frauen – in diesem Fall reicht oft ein Nicken oder ein Lächeln. Übliche Floskeln sind „Salam“ (Hallo) und „Dorood“ (Gruss). Bei förmlicheren Begegnungen sagt man „Salam aleikom“ (Friede sei mit dir).
  • Bitte und Danke sagen: Höflichkeit spielt im Iran eine grosse Rolle. „Lotfan“ bedeutet „Bitte“, und „Merci“ (französischer Ursprung, aber gebräuchlich) oder „Motashakkeram“ bedeutet „Danke“. Besonders höflich ist „Kheili mamnoon“ (Vielen Dank).
  • Kleidung: Frauen müssen in der Öffentlichkeit die geltenden islamischen Kleidungsvorschriften beachten: Dazu gehören ein Kopftuch sowie lange, lockere Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Männer sollten lange Hosen tragen und ärmellose Oberteile vermeiden. Auch in touristischen Gebieten wird auf dezente Kleidung geachtet.

  • Esskultur: Beim Essen ist es üblich, zuerst eine Einladung anzubieten, auch wenn man keine Gäste erwartet (Taarof genannt). Es wird erwartet, dass man Speisen und Getränke beim ersten Mal höflich ablehnt und erst nach erneutem Anbieten annimmt. Die rechte Hand wird beim Essen bevorzugt genutzt, und Schuhe sollten in Privathaushalten ausgezogen werden.

  • Rauchen: Rauchen ist in öffentlichen Bereichen oft verboten, und es gibt spezielle Raucherzonen.

  • Trinkgeld: Trinkgeld ist im Iran nicht obligatorisch, wird aber oft geschätzt. In Restaurants sind etwa 10 % des Rechnungsbetrags angemessen. Auch Taxifahrer, Hotelangestellte und Touristenführer freuen sich über ein kleines Trinkgeld.

  • Sonstiges: Höflichkeit und Zurückhaltung sind wichtige Tugenden im iranischen Alltag. In Gesprächen wird oft das Konzept des „Taarof“ angewendet, ein formelles Angebot von Höflichkeiten, das aus Höflichkeit mehrfach abgelehnt und dann angenommen wird. Fotografieren von Regierungsgebäuden, Militäranlagen und Polizisten ist verboten.

Gesundheitslage
  • Trinkwasserqualität: Verwenden Sie zum Trinken vorzugsweise Wasser aus originalverschlossenen Flaschen oder ausreichend abgekochtes Wasser. Die Qualität von Leitungswasser kann örtlich variieren. Bei unsicherer Wasserqualität sollten Sie auch zum Zähneputzen sicheres Wasser verwenden und auf Eiswürfel verzichten.

  • Impfungen: Für Einreisende in den Iran werden in der Regel keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben. Es wird jedoch empfohlen, dass Reisende ihre Routineimpfungen auf dem neuesten Stand halten, insbesondere Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A, Poliomyelitis und Masern. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Lassen Sie sich zu weiteren Impfungen, etwa gegen Tollwut oder Hepatitis B, individuell reisemedizinisch beraten.

  • Malariagefahr: In Teilen der Provinz Sistan und Belutschistan nahe der pakistanischen Grenze besteht ein mittleres Malariarisiko. Im übrigen Teil dieser Provinz sowie in Teilen von Hormozgan und Kerman ist das Risiko gering. Konsequenter Mückenschutz ist wichtig. Lassen Sie reisemedizinisch abklären, ob für Ihre Route ein Medikament zur notfallmässigen Selbstbehandlung erforderlich ist.

  • Mückenschutz: Mücken können in einigen Regionen Malaria und Denguefieber übertragen. Schützen Sie sich tagsüber und nachts mit geeigneten Mückenschutzmitteln, langer Kleidung und bei Bedarf Moskitonetzen. Dengue übertragende Mücken sind vorwiegend tagsüber aktiv. 

     

Medizinische Versorgung
  • Aufgrund der gegenwärtig volatilen politischen und wirtschaftlichen Lage im Iran ist die medizinische Versorgung nicht durchgehend verlässlich. In Grossstädten wie Teheran sind spezialisierte Kliniken generell funktionsfähig und vielfältig, doch ausserhalb dieser Zentren ist die medizinische Infrastruktur häufig schlicht, mit begrenzter technischer Ausstattung und Hygienestandards. Strom-, Wasser- oder Materialversorgungsprobleme können selbst in Krankenhäusern auftreten. Für Nicht-Einwohner besteht oft die Anforderung, Vorauszahlungen zu leisten. In kritischen Fällen kann eine Evakuation ins Ausland erwogen werden.
  • Eine umfassende Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung, eine gut zusammengestellte Reiseapotheke und eine medizinische Vorkonsultation sind in der gegenwärtigen Lage besonders wichtig.

- Infos zuletzt aktualisiert im September 2026 -

Aktuelle Sicherheitslage
  • Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt.

  • Mehr Infos zur aktuellen Sicherheitslage finden Sie auf der Internetseite des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

  • Von Reisen in den Iran wird abgeraten.

  • Das Eskalationsrisiko bleibt in der gesamten Region sehr hoch.
  • Der Luftraum kann vollständig gesperrt und die Flughäfen geschlossen werden.
  • Es kann zu Versorgungsengpässen kommen. Die Telefon- und Internetverbindungen sind häufig unterbrochen. Dies gilt auch für Dienste wie WhatsApp, Instagram und VPNs.
  • Für ausländische Reisende besteht ein erhebliches Risiko, ohne erkennbaren Grund festgenommen, verhört und inhaftiert zu werden; es können lange Haftstrafen drohen. Verhaftungen von ausländischen Reisenden haben zugenommen.
  • Die iranischen Behörden lassen die Gewährung von konsularischem Schutz durch die Schweiz bei Haftfällen nur beschränkt oder gar nicht zu. In vielen Fällen informieren die iranischen Behörden die ausländischen Botschaften weder über die Verhaftung noch über die Anklage und den Aufenthaltsort der inhaftierten Personen. Das Risiko einer Verhaftung besteht auch für Schweizer Staatsangehörige sowie iranisch-schweizerische Doppelbürgerinnen und Doppelbürger. Doppelbürgerinnen und Doppelbürger werden als iranische Staatsangehörige betrachtet.
  • Für Schweizer Staatsangehörige, die sich im Iran aufhalten:
    Informieren Sie sich vor Ort über die Transportmöglichkeiten. Beachten Sie die Anordnungen der lokalen Behörden und die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen.
  • Wenn Sie das Land verlassen möchten, nutzen Sie die verfügbaren kommerziellen Transportmittel. 
  • Der Entscheid zur Ausreise erfolgt freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten der ausreisenden Person.
  • Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Angehörigen.
  • Schweizer Staatsangehörige, die beschliessen im Land zu bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA in den Iran zu reisen müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz unter Umständen nur begrenzte Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen hat. 
  • Halten Sie sich über die Lageentwicklung auf dem Laufenden. Beschränken Sie Reisen innerhalb des Landes auf das notwendige Minimum und klären Sie vorgängig die Sicherheitslage ab.

- Infos zuletzt aktualisiert im Oktober 2026 -​​​​​​

Strassenverkehr
  • Führerausweis: Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

  • Autovermietung: Für einen Mietwagen variiert das Mindestalter je nach Mietwagenunternehmen und Fahrzeugkategorie. Erkundigen Sie sich vor der Buchung nach den Altersvorgaben und der erforderlichen Mindestdauer des Führerausweisbesitzes. Fahrzeuge mit Fahrer können gemietet werden.
  • Blutalkoholgrenze: 0.0 ‰.

  • Sonstiges: Nachtfahrten vermeiden.

Öffentlicher Verkehr
  • Fernzüge: Der Iran verfügt über ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz, das viele grössere Städte miteinander verbindet. Fernzüge sind bequem und bieten verschiedene Klassen an, von normalen Sitzplätzen bis hin zu Schlafwagen. Die Züge sind eine günstige und komfortable Option für längere Strecken, insbesondere auf beliebten Routen wie Teheran–Mashhad oder Teheran–Shiraz.

  • Regionale Züge: Regionale Züge bedienen kleinere Städte und Vororte, sind jedoch weniger verbreitet als Fernzüge. Sie sind oft langsamer, bieten aber eine günstige Möglichkeit, sich innerhalb der Regionen fortzubewegen. Die Fahrpläne können allerdings unregelmässig sein.

  • Autobusse: Langstreckenbusse sind eine der beliebtesten und günstigsten Möglichkeiten, im Iran zu reisen. Es gibt zwei Kategorien von Autobussen: „VIP“-Autobusse, die bequemer und moderner sind, und Standardautobusse. Das Netz ist weitreichend, und nahezu jede Stadt ist gut mit Autobusverbindungen erreichbar. Die Autobusse fahren in der Regel pünktlich und sind auch für Nachtreisen geeignet.

  • U-Bahn: Grössere Städte wie Teheran, Mashhad und Shiraz verfügen über gut ausgebaute U-Bahn-Systeme, die eine schnelle und preiswerte Möglichkeit bieten, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. In Teheran gibt es auch separate Waggons nur für Frauen. 

  • Fahrkarten: Fahrkarten für Züge und Autobusse können an Bahnhöfen, Busbahnhöfen oder online gekauft werden. In den U-Bahnen werden Einzelfahrscheine sowie wiederaufladbare Karten angeboten. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, besonders während der Ferienzeiten.

  • Sonstiges: Der öffentliche Verkehr im Iran ist im Allgemeinen zuverlässig und günstig. Frauen können in Bussen und Bahnen oft separate Abteile oder Bereiche nutzen. Englischsprachige Ansagen sind selten, daher kann es nützlich sein, grundlegende Farsi-Kenntnisse zu haben oder eine App zur Navigation zu verwenden.

Flugverkehr
  • Teheran Imam Khomeini International Airport (IKA), Teheran.
  • Shiraz International Airport (SYZ), Shiraz.
  • Mashhad International Airport (MHD), Mashhad.

Die wichtigsten Fluggesellschaften, die im Iran operieren, sind Iran Air, Mahan Air, Kish Air, Aseman Airlines und Qeshm Air.

Telefonvorwahl für die Schweiz

00 41 (die Null der Schweizer-Netzgruppe weglassen)

Notrufnummern
  • Polizei: 110
  • Ambulanz: 115
  • Feuerwehr: 125
  • Pannenhilfe: 09629 oder 021-6423
Schweizer Botschaft / Konsulat

Embassy of Switzerland
No. 2 Yasaman Street
Sharifi Manesh Ave.
Elahieh
19649-63751Tehran

Tel.: +98 21 2200 8333
Email: tehran@eda.admin.ch

Weitere Informationen

Naturbedingte Risiken

  • Das Land befindet sich in einer aktiven Erdbebenzone.

Besondere rechtliche Bestimmungen

  • Besitz, Transport und Konsum von Alkohol sind verboten.

  • Das Fotografieren von uniformierten Personen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) ist verboten.

  • Sehr strenge Gesetze zur Drogenbekämpfung (bis lebenslängliche Haft/Todesstrafe).

- Infos zuletzt aktualisiert im Oktober 2026 -

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Hinweis

Alle Angaben werden sorgfältig geprüft. Dennoch kann keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der Länderinformationen übernommen werden. Swiss Bankers kann für Fehler bzw. Unvollständigkeiten und dadurch eventuell eintretende Schäden nicht haftbar gemacht werden.

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