"Lanzarote is like an unframed, unmounted work of art. And I hung it and held it up for all to see." César Manrique. Kaum ein Zitat beschreibt Lanzarote so treffend wie dieses. Die Kanareninsel wirkt an vielen Orten tatsächlich wie ein Kunstwerk aus Lava, Licht, Wind und Meer – rau, reduziert und gleichzeitig überraschend schön. In diesem Blogbeitrag nehmen wir Sie mit zu den schönsten Seiten Lanzarotes – von eindrucksvollen Vulkanlandschaften und besonderen Kulturorten bis zu traumhaften Stränden, kulinarischen Entdeckungen und praktischen Tipps für Ihre Reiseplanung.
Inhalt:
Kaum ein Ort zeigt den Charakter Lanzarotes so eindrücklich wie die Vulkanlandschaft im Inselinneren. Im Timanfaya Nationalpark erstrecken sich schwarze Lavafelder, rötliche Vulkankegel und karge Ebenen, die fast wie eine Mondlandschaft wirken. Besonders die Montañas del Fuego machen spürbar, wie stark die Vulkanausbrüche das Gesicht der Insel geprägt haben. Wer Lanzarotes Feuerlandschaft noch näher erleben möchte, sollte den Volcán El Cuervo einplanen. Der einfache Rundweg führt durch dunkles Lavagestein direkt bis an den Krater heran – ein stilles, eindrucksvolles Erlebnis abseits der grossen Aussichtspunkte.
Unsere Empfehlung: Kaufen Sie das Ticket für den Timanfaya Nationalpark am besten vorab über die offizielle Lanzarote-Seite. Der Eintritt kostet aktuell 30 Euro pro Erwachsenem und beinhaltet die geothermischen Vorführungen sowie die Bustour durch die Feuerberge. Planen Sie für den Besuch rund eineinhalb bis zwei Stunden ein. Vor Ort gibt es ausserdem einen kleinen Souvenirshop – ideal für eine kurze Pause nach der Tour
Im Norden Lanzarotes wartet eine faszinierende Welt aus Lavagestein: Die Jameos del Agua und die Cueva de los Verdes sind Teil eines grossen Lavatunnelsystems und zeigen die Vulkanlandschaft der Insel von ihrer unterirdischen Seite. Die Jameos del Agua zählen zu den schönsten Werken von César Manrique – ein einzigartiger Ort aus Lava, Wasser, Pflanzen und klarer Architektur. Nur wenige Kilometer entfernt führt die Cueva de los Verdes bei einer geführten Tour durch beleuchtete Gänge, Höhlenräume und bizarre Felsformationen.
Unsere Empfehlung: Buchen Sie die Tickets für die Cueva de los Verdes unbedingt vorab online, da vor Ort keine Tickets verkauft werden. Auch für die Jameos del Agua empfiehlt sich eine Online-Buchung, besonders in der Hochsaison.
Foto: Ausblick vom Mirador del Río auf La Graciosa.
Der Mirador del Río gehört zu den schönsten Aussichtspunkten Lanzarotes. Hoch oben im Norden der Insel öffnet sich der Blick über steile Klippen, den Atlantik und die kleine Nachbarinsel La Graciosa. Besonders bei klarer Sicht wirkt die Landschaft fast wie ein Gemälde aus Blau-, Sand- und Vulkantönen. Auch hier zeigt sich die Handschrift von César Manrique: Der Aussichtspunkt ist dezent in die Felsen integriert und lenkt den Blick ganz auf die Natur. Die Architektur wirkt zurückhaltend, elegant und typisch für Lanzarote – sie ergänzt die Landschaft, ohne sie zu stören.
Unsere Empfehlung: Planen Sie den Besuch möglichst bei guter Sicht ein und kombinieren Sie den Mirador del Río mit einer Tour durch den Norden der Insel. Der Eintritt kostet aktuell 9 Euro pro Erwachsenem. Denken Sie daran, dass es dort oben sehr windig sein kann – besonders auf der Dachterrasse, dem höchsten Punkt des Aussichtspunkts.
Video: Jardín de Cactus
Der Jardín de Cactus zeigt Lanzarote von einer überraschend grünen Seite. In einem ehemaligen Steinbruch schuf César Manrique einen kunstvoll angelegten Garten aus Lavagestein, Terrassen, geschwungenen Wegen und einer alten Windmühle. Zwischen der kargen Vulkanlandschaft und den zahlreichen Kakteenarten entsteht ein faszinierender Kontrast. Der Ort wirkt ruhig, harmonisch und sehr fotogen – typisch Manrique: reduziert, elegant und eng mit der Natur verbunden.
Unsere Empfehlung: Planen Sie für den Besuch etwa eine Stunde ein. Der Eintritt kostet aktuell 9 Euro pro Person. Im Sommer kann es im Jardín de Cactus sehr heiss werden, da es kaum Schatten gibt – Sonnenschutz, Wasser und eine Kopfbedeckung sind deshalb empfehlenswert.
Foto: Die eindrucksvolle Vulkanlandschaft der Weinregion La Geria.
La Geria gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften Lanzarotes. Zwischen schwarzen Lavafeldern wachsen Reben in Mulden aus Vulkanasche, geschützt von halbkreisförmigen Steinmauern. Besonders bekannt ist die Region für den Malvasía-Wein, der auf dem mineralischen Boden hervorragend gedeiht. Entlang der Strecke laden mehrere Bodegas zu Degustationen ein – ideal, um die besondere Atmosphäre der Weinregion zu erleben.
Unsere Empfehlung: Nehmen Sie sich in La Geria Zeit für eine Degustation. Besonders schön für den Einstieg ist die Bodega La Geria, während El Grifo mit langer Weintradition und verschiedenen Besuchserlebnissen punktet. Wer es moderner mag, ist bei Bodega Stratvs gut aufgehoben; für ein persönlicheres Weinerlebnis bietet sich Vega de Yuco / Finca Testeina an.
Foto: Charco Verde: Lanzarotes leuchtend grüne Lagune am Atlantik.
An der rauen Westküste Lanzarotes liegt mit dem Charco Verde einer der fotogensten Orte der Insel. Die kleine grüne Lagune, auch Lago Verde oder Charco de los Clicos genannt, leuchtet eindrucksvoll zwischen schwarzem Lavasand, rötlichem Vulkangestein und dem tiefblauen Atlantik. Der Aussichtspunkt ist über einen kurzen Spazierweg erreichbar und eignet sich ideal als Stopp während einer Inselrundfahrt – besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht die Farben der Landschaft intensiv hervorhebt.
Unsere Empfehlung: Verbinden Sie den Besuch mit einem Abstecher nach El Golfo. Das kleine Fischerdorf liegt direkt am Meer und ist ideal für ein entspanntes Mittag- oder Abendessen mit frischem Fisch und Blick auf den Atlantik.
Abseits der bekannten Küsten und Vulkanrouten warten auf Lanzarote auch kleinere, überraschende Orte. Besonders spannend ist LagOmar in Nazaret – ein aussergewöhnliches Anwesen, das in eine Fels- und Lavalandschaft gebaut wurde. Weisse Wände, dunkles Gestein, Höhlenräume, Treppen, Wasserflächen und versteckte Winkel verbinden sich zu einem Ort, der fast wie ein begehbares Kunstwerk wirkt.
Nicht weit davon entfernt lohnt sich auch ein kurzer Stopp bei Las Grietas. Die schmalen Felsspalten in der Vulkanlandschaft wirken wie natürliche Gänge aus Lavagestein und sind besonders fotogen.
Unsere Empfehlung: Für LagOmar wird Eintritt verlangt – aktuell 10 Euro für Erwachsene. Eintritt inklusive Führung kostet 16 Euro pro Person. Achten Sie vor Ort auf die vielen Treppen und schmalen Wege. Für Las Grietas sind feste Schuhe ebenfalls empfehlenswert, da der Boden teils uneben ist.
Foto: Traumhafte Küstenlandschaft an der Papagayo-Bucht.
Lanzarotes Strände zeigen die ganze Vielfalt der Insel: hell und türkisblau, schwarz und vulkanisch, wild und windig. Besonders schön sind die Playas de Papagayo im Süden – geschützte Buchten mit feinem Sand und klarem Wasser. Auch die nahe gelegene Playa de la Cera eignet sich ideal für einen entspannten Badestopp. Wilder wirkt die Playa de Famara an der Nordwestküste – perfekt für Surfer, lange Spaziergänge und stimmungsvolle Sonnenuntergänge. Einen starken Kontrast bietet die Playa de Montaña Bermeja mit dunklem Lavasand, rötlichem Vulkangestein und rauem Atlantikblick.
Im Norden begeistert Caletón Blanco mit weissem Sand, schwarzer Lava und türkisfarbenem Wasser. Ganz in der Nähe liegt die kleinere Playa de Caleta del Mero – eine naturbelassene Bucht, die sich gut für einen ruhigeren Badestopp eignet. Wer eine gut erreichbare Badebucht mit Infrastruktur sucht, ist an der Playa Chica in Puerto del Carmen richtig.
Foto: Kanarischer Klassiker: Papas arrugadas mit würziger Mojo-Picón-Sauce.
Lanzarote schmeckt nach Atlantik, kanarischer Tradition und kreativer Inselküche. Auf den Tisch kommen frischer Fisch, Meeresfrüchte, Ziegenkäse, Papas arrugadas mit Mojo-Sauce und einfache Gerichte, die oft gerade durch ihre Bodenständigkeit überzeugen. Besonders schön ist die Mischung aus traditionellen Lokalen, modernen Restaurants und kleinen Cafés mit entspannter Atmosphäre.
Unsere persönlichen Empfehlungen: Munsoo in Soo verbindet Slow-Food, kreative Küche und ruhiges Inselgefühl. Mura in Teguise ist ideal für Kaffee, kleine Gerichte und eine stilvolle Pause. El Chupadero in La Geria passt perfekt für Tapas, Wein und Vulkanblick. Oppa in Costa Teguise ist eine schöne Adresse für Specialty Coffee, Frühstück oder einen leichten Brunch.
Foto: César Lanzarote Hotel: stilvoller Rückzugsort voller Ruhe und Eleganz.
Auf Lanzarote lohnt es sich, bei der Unterkunft genauer hinzuschauen. Neben grösseren Hotels gibt es viele kleine Boutique-Häuser, ruhige Fincas und stilvolle Rückzugsorte, die perfekt zur besonderen Atmosphäre der Insel passen. Wer individuell reist, findet vor allem im Inselinneren und in ruhigeren Lagen schöne Ausgangspunkte für Erkundungen zwischen Vulkanlandschaft, Küste und kleinen Orten.
Unsere persönlichen Empfehlungen:
César Lanzarote überzeugt mit elegantem Design, Ruhe und weitem Blick in die Landschaft. Hektor – Farm, Arts & Suites verbindet Farm-Atmosphäre, Kunst und kreatives Wohnen. Casa de las Flores – Hotel Boutique Lanzarote ist eine charmante Adresse in historischem Ambiente, während Buenavista Lanzarote besonders für alle passt, die Natur, Architektur und Entschleunigung suchen. Ebenfalls spannend sind Bodega Blanch für einen Aufenthalt mit ländlichem Charakter und Palacio Ico, das kanarische Architektur, Design und Boutique-Hotel-Flair verbindet.
Foto: Grüne Lagune in El Golfo vor eindrucksvoller Vulkanlandschaft.
Lanzarote ist eine Insel, die man nicht nur bereist, sondern erlebt. Zwischen schwarzen Lavafeldern, hellen Dörfern, wilden Küsten und stillen Buchten zeigt sich eine Landschaft, die rau, reduziert und gleichzeitig wunderschön ist. Dazu kommen die besondere Architektur, kreative Genussmomente und Orte, die nirgendwo sonst genau so wirken.
Wer Lanzarote mit etwas Zeit und Neugier entdeckt, findet weit mehr als Sonne und Strand: eine Vulkaninsel voller Kontraste, Charakter und besonderer Augenblicke.