Unbekannte Belastungen melden: So gehen Sie richtig vor

Beim Blick in die Swiss Bankers App fällt Ihnen eine Zahlung auf, die Sie nicht zuordnen können. Steckt ein vergessener Einkauf dahinter oder wurden Ihre Kartendaten missbraucht? Unbekannte Belastungen sollten Sie rasch prüfen und bei Verdacht auf Missbrauch sofort handeln. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Karte sichern, verdächtige Transaktionen melden und welche Unterlagen Swiss Bankers für die Abklärung benötigt.

Belastungen prüfen: Nicht jede Buchung ist Betrug

Sie sehen sich in der Swiss Bankers App Ihre letzten Transaktionen an – und entdecken eine Zahlung, die Ihnen fremd vorkommt. Nicht immer steckt dahinter ein Betrug: Manchmal unterscheidet sich der angezeigte Firmenname vom Namen des Geschäfts. Auch ein vergessenes Abonnement kann die zunächst rätselhafte Belastung erklären.

Gleichen Sie die Belastung mit Ihren Unterlagen ab:

  • Betrag und Händler: Passt die Zahlung zu einem Einkauf, einer Restaurantrechnung oder einer Online-Bestellung?

  • Abonnemente und Buchungen: Könnte es sich um eine wiederkehrende Zahlung oder eine Belastung für eine Reisebuchung handeln?

  • Belege und Bestätigungen: Finden Sie eine passende Quittung, Rechnung oder Bestellbestätigung?

Achten Sie ausserdem darauf, ob ein Betrag tatsächlich belastet oder lediglich reserviert wurde. Hotels und Autovermietungen reservieren häufig eine Kaution, die vorübergehend das verfügbare Guthaben reduziert.

Wichtig: Besteht bereits ein konkreter Missbrauchsverdacht, sichern Sie Ihre Karte sofort. Warten Sie in diesem Fall nicht erst die Prüfung Ihrer Unterlagen ab.

 

Karte sichern: Bei Missbrauchsverdacht sofort handeln

Lässt sich die Zahlung auch nach einer kurzen Prüfung nicht erklären, sollten Sie Ihre Karte umgehend sichern. So können Sie weitere unbefugte Zahlungen verhindern. Das ist auch dann wichtig, wenn Sie die Karte noch bei sich haben: Für einen Missbrauch können bereits die Kartendaten ausreichen.

Wie Betrüger an Karteninformationen gelangen, erfahren Sie in unseren Beiträgen zu Phishing-E-Mails und Quishing mit manipulierten QR-Codes.

Bei Verdacht auf Kartenmissbrauch gehen Sie in der Swiss Bankers App wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie die App und wählen Sie die betroffene Karte.

  2. Nutzen Sie unter «Karteneinstellungen & PIN» die Funktion «Karte blockieren».

  3. Bestellen Sie danach über «Karte ersetzen» eine Ersatzkarte und folgen Sie den Anweisungen.

Können Sie die App nicht nutzen oder benötigen Sie im Ausland Kartenersatz, wenden Sie sich umgehend an den Swiss Bankers Kundenservice.

Telefon für Kartensperrungen: +41 31 710 12 15
Erreichbarkeit: täglich von 08.00 bis 22.00 Uhr

Wichtig: Bereits erfolgte unberechtigte Belastungen müssen Sie zusätzlich zur Kartensperrung und zum Kartenersatz beanstanden.

 

Transaktionen melden: Formular und Belege einreichen

Für die Abklärung benötigt Swiss Bankers eine formelle Beanstandung. Melden Sie unbekannte Transaktionen umgehend und reichen Sie das vollständig ausgefüllte, unterschriebene Formular innert 30 Tagen nach Transaktionsdatum ein.

So gehen Sie vor:

  1. Passendes Formular wählen: Ist die Karte weiterhin in Ihrem Besitz, nutzen Sie unter «Formulare» das Dokument «Beanstandung von Transaktionen». Bei Kartenverlust oder Diebstahl steht ein separates Formular zur Verfügung.

  2. Belastungen dokumentieren: Kennzeichnen Sie die beanstandeten Transaktionen auf Ihrem Kontoauszug. Beschreiben Sie nachvollziehbar, welche Zahlungen Ihnen unbekannt sind.

  3. Unterlagen beilegen: Ergänzen Sie die im Formular verlangten Belege. Bei einer nicht bewilligten, unbekannten Transaktion ist ein Kontoauszug mit den markierten Belastungen erforderlich.

  4. Beanstandung senden: Schicken Sie das unterschriebene Formular samt Beilagen umgehend an info@swissbankers.ch.

Ihre Karte ist nicht mehr in Ihrem Besitz? Weitere Hinweise zur Kartensperrung und zum Kartenersatz finden Sie in unserem Beitrag «Karte verloren oder gestohlen? So handeln Sie richtig».

Geht es um eine bekannte Zahlung mit falschem Betrag, eine fehlende Lieferung oder eine ausstehende Gutschrift, kann zunächst eine Klärung mit dem Händler erforderlich sein. Beachten Sie dafür die Angaben zum jeweiligen Beanstandungsgrund im Formular.

 

Abklärung abwarten: Unterlagen und Verlauf im Blick

Nach Eingang der Beanstandung prüft Swiss Bankers den Sachverhalt. Die Abklärung kann sich über sechs bis acht Wochen erstrecken. Eine eingereichte Beanstandung bedeutet deshalb nicht, dass der Betrag sofort oder automatisch zurückerstattet wird.

Bewahren Sie eine Kopie des Formulars und aller Belege auf. Reichen Sie angeforderte Informationen zeitnah nach und kontrollieren Sie Ihre Kartenbewegungen weiterhin regelmässig. Entdecken Sie weitere verdächtige Belastungen, informieren Sie den Kundenservice ebenfalls umgehend.

 

Fazit: Bei unbekannten Belastungen richtig handeln 

Bei einer unbekannten Belastung hilft ein klarer Ablauf. Diese vier Schritte zeigen Ihnen, worauf es ankommt:

  1. Belastung prüfen: Gleichen Sie die Zahlung mit Ihren Belegen und Bestellbestätigungen ab.

  2. Karte sichern: Blockieren Sie Ihre Karte bei Missbrauchsverdacht umgehend in der Swiss Bankers App oder lassen Sie sie über den Kundenservice sperren.

  3. Transaktionen melden: Reichen Sie das unterschriebene Beanstandungsformular samt Belegen umgehend und spätestens innert 30 Tagen nach Transaktionsdatum ein.

  4. Abklärung abwarten: Reichen Sie angeforderte Unterlagen nach und berücksichtigen Sie, dass die Abklärung sechs bis acht Wochen dauern kann.

So behalten Sie den Überblick und unterstützen die Abklärung Ihres Anliegens.