Wer an Thailand denkt, hat oft weisse Sandstrände, üppige Kokospalmen und kristallklares Wasser vor Augen. Koh Samui erfüllt genau dieses Bild - und bietet gleichzeitig weit mehr als Postkartenidylle. In diesem Reiseguide zeigen wir Ihnen die schönsten Strände und Sehenswürdigkeiten, geben Tipps zu Anreise und Fortbewegung und verraten unsere persönlichen Restaurantempfehlungen sowie besondere Ausflugsziele.
Inhalt:
Foto: Flughafen Koh Samui: tropische Atmosphäre direkt an der Landebahn.
Von der Schweiz aus gibt es keine Direktflüge nach Koh Samui. Am bequemsten ist die Anreise über Bangkok oder Singapur. Ab Zürich bestehen Direktverbindungen nach Bangkok, von wo Sie mit einem kurzen Anschlussflug weiter zum Samui International Airport (USM) fliegen können. Auch über Singapur ist Koh Samui mit einem Umstieg gut erreichbar.
Eine oft günstigere Alternative ist die Anreise über Surat Thani auf dem thailändischen Festland. Von Bangkok fliegen verschiedene Inlandsfluggesellschaften zum Surat Thani Airport (URT). Direkt ab dem Flughafen können Sie ein Kombiticket aus Autobus beziehungsweise Minivan und Fähre buchen. Der Transfer bringt Sie zunächst zum Donsak Pier, von wo die Fähre weiter nach Koh Samui fährt. Für die gesamte Strecke vom Flughafen Surat Thani bis auf die Insel sollten Sie je nach Verbindung ungefähr 3,5 bis 4,5 Stunden einplanen. Die verschiedenen Verbindungen und Abfahrtszeiten können Sie über Buchungsplattformen wie 12Go vergleichen und direkt reservieren. Der Vorteil: Bus- oder Minivantransfer und Fähre sind bereits aufeinander abgestimmt, sodass Sie sich nicht um einzelne Tickets kümmern müssen.
Der Samui International Airport liegt im Nordosten der Insel. Von dort erreichen Sie die wichtigsten Ferienorte bequem per Hoteltransfer, Taxi oder Minivan.
Koh Samui bietet eine erstaunliche Vielfalt an Stränden: von lebhaften Ferienorten mit Restaurants und Beach Bars bis zu kleinen, versteckten Buchten und beinahe menschenleeren Küstenabschnitten. Je nachdem, ob Sie Unterhaltung, Familienferien, Schnorcheln oder einfach Ruhe suchen, findet sich auf der Insel der passende Strand.
Neben traumhaften Stränden hat Koh Samui auch kulturell und landschaftlich einiges zu bieten. Tempel, Wasserfälle und besondere Aussichtspunkte lassen sich gut bei einer Inselrundfahrt miteinander verbinden.
Big Buddha (Wat Phra Yai): Die rund 12 Meter hohe goldene Buddha-Statue im Nordosten gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Koh Samuis. Von der Tempelanlage bietet sich zudem ein schöner Blick über die Küste.
Wat Plai Laem: Nur wenige Minuten vom Big Buddha entfernt begeistert die farbenfrohe Tempelanlage mit einer eindrucksvollen Statue der vielarmigen Guanyin und mehreren Pavillons auf dem Wasser.
Na-Muang-Wasserfälle: Mitten im grünen Inselinneren liegen die beiden Na-Muang-Wasserfälle. Besonders nach der Regenzeit zeigt sich die tropische Natur hier von ihrer eindrucksvollsten Seite.
Hin Ta und Hin Yai: Die ungewöhnlich geformten Felsen südlich von Lamai zählen zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten der Insel und bieten gleichzeitig einen schönen Blick aufs Meer.
Secret Buddha Garden: Versteckt in den Hügeln im Inselinneren liegt dieser kleine Skulpturengarten zwischen dichter tropischer Vegetation – ein ruhiger Kontrast zu den belebten Küstenorten.
Fisherman’s Village in Bophut: Historische Holzhäuser, kleine Boutiquen, Restaurants und Cafés machen das ehemalige Fischerdorf besonders am Abend zu einem der charmantesten Orte Koh Samuis.
Overlap Stone: Hoch über Lamai liegt diese ungewöhnliche Granitformation mit einem beeindruckenden Panoramablick über die Ostküste Koh Samuis. Der Aussichtspunkt liegt rund drei Kilometer vom Lamai Beach entfernt.
Samui International Muay Thai Stadium: Wer Thailands Nationalsport live erleben möchte, sollte einen Abend im Samui International Muay Thai Stadium in Chaweng einplanen. Hier treten thailändische und internationale Kämpfer in mehreren Muay-Thai-Kämpfen gegeneinander an. Fight Nights finden aktuell dienstags, freitags und sonntags ab 21 Uhr statt, Tickets sind ab 1'500 THB erhältlich.
Rund um Koh Samui warten einige der schönsten Inselwelten des Golfs von Thailand. Besonders lohnenswert sind Ausflüge in den Mu Ko Ang Thong Marine National Park sowie zu den kleineren Inseln Koh Madsum und Koh Tan südlich von Koh Samui.
Der Ang Thong Marine National Park besteht aus mehr als 40 Kalksteininseln mit versteckten Buchten, Aussichtspunkten und türkisfarbenem Wasser. Wenn es das Budget erlaubt, empfehlen wir eine private Speedboat-Tour. So lassen sich Schnorchelstopps, Kajakfahren und der Besuch des Emerald Lake flexibler gestalten. Private Touren kosten je nach Anbieter und Boot ungefähr 30'000 bis 40'000 THB pro Tag, Semi-Private-Touren sind deutlich günstiger.
Für einen kürzeren Ausflug eignen sich Koh Madsum und Koh Tan. Auf Koh Madsum, besser bekannt als Pig Island, laufen Schweine frei am Strand herum, während Koh Tan vor allem zum Schnorcheln beliebt ist. Beide Inseln lassen sich ideal bei einer Halb- oder Tagestour mit einem privaten Longtail-Boot kombinieren.
Video: Wild Child Organic Kitchen.
Von einfachen Restaurants direkt am Strand bis zu spektakulären Aussichtslokalen und Fine Dining: Koh Samui hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Besonders spannend ist die Mischung aus authentischer südthailändischer Küche, frischem Seafood und Restaurants, bei denen die Lage fast ebenso beeindruckend ist wie das Essen.
Unsere persönlichen Empfehlungen:
Wild Child Organic Kitchen: Ein besonderer Tipp inmitten tropischer Natur: Das Restaurant verbindet thailändische Küche mit mediterranen Einflüssen und setzt auf frische, teilweise biologisch angebaute Zutaten. Besonders aussergewöhnlich ist die Lage innerhalb des Wild Cottages Elephant Sanctuary – von der Terrasse blickt man auf die grüne Umgebung und die dort lebenden geretteten Elefanten. Wer länger bleiben möchte, kann direkt im angeschlossenen Wild Cottages Sanctuary übernachten.
Sora Sierra - Sky Above Samui: Ein Hilltop-Café oberhalb von Nathon mit Kaffee, Brunch, thailändischen Gerichten, Cocktails und herrlichem Panoramablick - besonders schön gegen Sonnenuntergang.
The Island View Restaurant: Direkt am Taling Ngam Beach gelegen und ideal für ein entspanntes Essen mit Blick auf die vorgelagerten Five Islands. Serviert werden unter anderem thailändische Küche und Seafood.
KOH Thai Kitchen & Bar: Das Restaurant des Four Seasons Resort Koh Samui verbindet gehobene südthailändische Küche mit einem beeindruckenden Blick vom Hügel über das Meer.
Dining on the Rocks: Für einen besonderen Abend empfehlen wir dieses Restaurant im Six Senses Samui. Gespeist wird auf mehreren Terrassen aus Holz und Bambus hoch über dem Meer – ideal für ein romantisches Dinner oder einen besonderen Anlass.
Baan Suan Lung Khai: Eine Empfehlung des MICHELIN Guide in Taling Ngam. Inmitten einer Kokosplantage werden südthailändische Menüs mit Seafood und saisonalen Zutaten serviert. Eine Reservation ist erforderlich.
Jun Hom: Ebenfalls im MICHELIN Guide vertreten, aber deutlich unkomplizierter: Das kleine Open-Air-Restaurant direkt am Strand ist eine hervorragende Adresse für authentische südthailändische Küche und Seafood.
Wer lieber verschiedene kleine Gerichte probiert, sollte ausserdem einen der Night Markets der Insel besuchen. Besonders rund um Fisherman’s Village lässt sich ein Abend hervorragend mit Streetfood und einem Spaziergang am Meer verbinden.
Seit der dritten Staffel von The White Lotus hat Koh Samui noch einen zusätzlichen Bekanntheitsgrad erreicht. Zahlreiche Szenen der HBO-Serie entstanden direkt auf der Insel - allen voran im luxuriösen Four Seasons Resort Koh Samui, das als eine der wichtigsten Kulissen für das fiktive White-Lotus-Resort diente.
Auch das Anantara Bophut Koh Samui Resort sowie Teile von Fisherman’s Village sind in der Serie zu sehen. Ein weiterer Drehort ist der Wat Phu Khao Thong bei Mae Nam. Der Tempel diente in der Serie als Kulisse für das buddhistische Kloster und Meditationszentrum - und ist damit besonders für Fans der dritten Staffel einen Besuch wert.
Wer die Serie gesehen hat, kann auf Koh Samui also gleich mehrere bekannte Drehorte selbst entdecken und die Atmosphäre von The White Lotus hautnah erleben.
Foto: Ein neugieriger Affe spaziert am Rand eines Infinity Pools.
Koh Samui lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen, das Klima unterscheidet sich jedoch etwas von jenem an der Andamanenküste rund um Phuket oder Krabi. Als besonders angenehm gelten die Monate Januar bis April, wenn es meist sonnig und vergleichsweise trocken ist. Auch Juli und August sind für Koh Samui beliebt und eignen sich gut für Badeferien.
Die regenreichste Zeit fällt meist in die Monate Oktober und November. Dann können kräftige Schauer und unruhigere See auftreten. Tropische Regengüsse sind jedoch auch ausserhalb dieser Zeit möglich und meist nur von kurzer Dauer.
Koh Samui vereint traumhafte Strände, kulturelle Highlights und entspanntes Inselflair auf überschaubarem Raum. Ob erholsame Badeferien, aktive Entdeckungstour oder Flitterwochen - die Insel bietet für fast jeden Reisestil das passende Erlebnis. Wer einmal den Sonnenuntergang an der Westküste erlebt oder die goldene Silhouette des Big Buddha bewundert hat, versteht schnell, warum Koh Samui zu den beliebtesten Reisezielen Thailands zählt.