Ein Kaffee an der Strandpromenade, eine Taxifahrt zum Hotel, etwas Bargeld für den Markt: Auf Reisen wird oft nebenbei bezahlt. Gerade dann bleiben ungünstige Wechselkurse, zusätzliche Gebühren oder falsche Beträge leicht unbemerkt. Wer typische Touristenfallen beim Bezahlen kennt, kann unnötige Kosten vermeiden. Diese acht Situationen zeigen, worauf Sie achten sollten – und wie Sie im richtigen Moment reagieren.
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Nach dem Abendessen zeigt das Kartenterminal zwei Möglichkeiten: Euro oder Schweizer Franken. Der Frankenbetrag wirkt übersichtlich, weil sofort feststeht, wie viel das Essen in der Heimatwährung kostet. Doch diese Bequemlichkeit kann einen Aufpreis haben.
Dahinter steckt die dynamische Währungsumrechnung, auch Dynamic Currency Conversion oder DCC genannt. Dabei übernimmt der Händler beziehungsweise sein Zahlungsdienstleister die Umrechnung. Der angebotene Kurs kann ungünstiger ausfallen als die Umrechnung über Ihren Kartenanbieter und zusätzliche Aufschläge enthalten.
Wählen Sie deshalb die Landeswährung: Euro in Italien, Baht in Thailand oder Rand in Südafrika. Das gilt auch am Bancomaten. Bietet Ihnen der Automat eine Sofortumrechnung in Schweizer Franken an, lehnen Sie diese ab. Je nach Automat heisst die entsprechende Auswahl beispielsweise «ohne Umrechnung» oder «Decline conversion». Damit verzichten Sie auf die angebotene Sofortumrechnung und können anschliessend wie gewohnt Bargeld beziehen.
Unser Tipp: Wie die dynamische Währungsumrechnung funktioniert und worauf Sie bei der Währungswahl achten sollten, erfahren Sie im Beitrag «DCC verstehen: So vermeiden Sie unnötige Kosten im Ausland».
Der Automat steht gleich neben dem Hotel, die gewünschte Summe ist eingegeben. Erst kurz vor der Auszahlung erscheint eine zusätzliche Gebühr. Wer jetzt rasch bestätigt, nimmt diesen Zuschlag möglicherweise kaum wahr.
Bei der Swiss Bankers Travel Karte kostet ein Bargeldbezug im Ausland aktuell 2 % des Betrags, jedoch mindestens CHF/EUR/USD 7.50 pro Bezug, abhängig von der Kartenwährung. Die aktuellen Angaben finden Sie bei den Konditionen für Bargeldbezüge.
Hinzu kommen können Gebühren des Bancomatbetreibers sowie Kosten für die Währungsumrechnung. Ein Verzicht auf die angebotene Sofortumrechnung beseitigt deshalb nicht automatisch alle Kosten. Prüfen Sie die angezeigten Zuschläge vor der Bestätigung und brechen Sie den Bezug gegebenenfalls ab, wenn Ihnen die Gebühren zu hoch erscheinen.
Unser Tipp: Beziehen Sie bei einer Mindestgebühr lieber seltener einen angemessenen Betrag, statt häufig kleine Summen abzuheben. Orientieren Sie sich am Bedarf der nächsten Tage, ohne unnötig viel Bargeld mitzuführen. Weitere Hinweise finden Sie im Beitrag «Bargeldbezug: 5 Tipps, um unnötige Gebühren zu vermeiden».
Das Schild an der Wechselstube verspricht einen gebührenfreien Geldwechsel. Ein gutes Angebot? Nicht unbedingt. Auch ohne separat ausgewiesene Kommission kann der Tausch teuer sein, wenn der Wechselkurs ungünstig ausfällt.
Entscheidend ist, wie viel Landeswährung Sie für Ihre Franken tatsächlich erhalten. Fragen Sie deshalb vor der Übergabe des Geldes nach dem konkreten Auszahlungsbetrag, einschliesslich möglicher weiterer Kosten. Vergleichen Sie Angebote anhand desselben Ausgangsbetrags und zählen Sie die ausgezahlten Noten direkt am Schalter nach. Nutzen Sie seriöse Wechselstuben oder Banken und verzichten Sie auf Geldwechselangebote von Unbekannten.
Wer sich den Geldwechsel vor Ort ersparen möchte, kann einen Teil der benötigten Landeswährung bereits vor der Abreise organisieren, z. B. mit der Bargeldbestellung von Swiss Bankers. Eine weitere Möglichkeit ist der Bargeldbezug an einem geeigneten Bancomaten am Reiseziel.
Unser Tipp: Mit der Bargeldbestellung von Swiss Bankers bestellen Sie Banknoten über die Swiss Bankers App und erhalten sie an Ihre Wohnadresse in der Schweiz. Voraussetzung ist eine aktive, in der Schweiz ausgestellte Swiss Bankers Karte. Bestellungen sind ab einem Gegenwert von CHF 200 zuzüglich Gebühren möglich. Wechselkurs und Kosten sehen Sie vor dem Bestellabschluss – so können Sie bereits zu Hause in Ruhe entscheiden.
Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant bitten Sie um die Rechnung. Oft wandert der Blick nur kurz zum Gesamtbetrag, bevor bezahlt wird. Dabei lohnt es sich, auch die einzelnen Positionen anzusehen: Stimmen die Anzahl der Getränke, die bestellten Gerichte und die Preise?
Zusätzliche Positionen sind allerdings nicht automatisch eine Falle. Je nach Reiseziel und Restaurant können etwa Gedeckkosten oder Servicegebühren anfallen. In Italien bezeichnet «coperto» eine Gedeckgebühr; sie ist nicht mit Trinkgeld gleichzusetzen. In London wiederum enthalten Restaurantrechnungen häufig bereits eine «service charge». Wer anschliessend am Terminal weiteres Trinkgeld auswählt, gibt möglicherweise mehr als beabsichtigt.
Fragen Sie bei unbekannten Begriffen nach, bevor Sie bezahlen. Bei Tagesgerichten oder Angeboten ohne erkennbaren Preis lohnt sich diese Frage bereits vor der Bestellung. Das gilt besonders, wenn Speisen nach Gewicht berechnet werden.
Unser Tipp: Prüfen Sie zuerst die Rechnung und entscheiden Sie anschliessend über zusätzliches Trinkgeld. Eine vorgeschlagene Auswahl auf dem Display ersetzt diese Entscheidung nicht.
Nach der Landung soll es möglichst schnell ins Hotel gehen. Ein Fahrer bietet direkt am Ausgang eine Fahrt an, der Preis bleibt vage. Am Ziel werden plötzlich Zuschläge verlangt, mit denen niemand gerechnet hat.
Nutzen Sie offizielle Taxistände oder buchen Sie über einen etablierten Anbieter. Klären Sie vor der Abfahrt, ob nach Taxameter, einem offiziellen Pauschaltarif oder einem vereinbarten Festpreis abgerechnet wird. Fragen Sie auch nach möglichen Kosten für Gepäck, Flughafenzufahrten oder Nachtfahrten und nach der akzeptierten Zahlungsart.
Je nach Verfügbarkeit kann auch ein Fahrdienst wie Uber eine Möglichkeit sein. Wo ein vorab angezeigter Fahrpreis angeboten wird, können Sie diesen vor der Buchung prüfen. Achten Sie darauf, ob ein verbindlicher Preis oder eine Schätzung angezeigt wird. Beispielsweise durch zusätzliche Stopps, ein geändertes Fahrtziel oder Wartezeiten kann sich der Endbetrag verändern.
Unser Tipp: Lassen Sie sich bei einem Festpreis den Gesamtbetrag für alle Mitreisenden samt Gepäck bestätigen. Bei einer App-Buchung prüfen Sie die Preisangaben vor dem Bestellen und bewahren die digitale Quittung auf.
Am Marktstand warten bereits die nächsten Gäste. Sie bezahlen mit einem grösseren Schein, nehmen einige Noten und Münzen entgegen und gehen weiter. Erst später fällt auf, dass das Wechselgeld nicht stimmt.
Ungewohnte Banknoten und ähnliche Münzen machen Verwechslungen leichter. Machen Sie sich deshalb zu Beginn der Reise mit den wichtigsten Stückelungen vertraut. Gerade in den ersten Tagen hilft es, Scheine nach ihrem Wert zu sortieren, statt nur auf Farbe oder Grösse zu achten.
Nennen Sie beim Übergeben eines grösseren Scheins den Betrag deutlich und zählen Sie das Wechselgeld noch am Verkaufsstand nach. Eine Unstimmigkeit lässt sich dort meist leichter klären als nachträglich. Bleiben Sie dabei ruhig: Auch ein gewöhnlicher Rechenfehler kann die Ursache sein.
Unser Tipp: Halten Sie für kleine Einkäufe passende Noten und Münzen bereit. Das erleichtert den Bezahlvorgang und macht das Wechselgeld übersichtlicher.
Die Karte liegt schon auf dem Lesegerät, während Sie noch mit der Begleitung sprechen. Erst auf dem Beleg sehen Sie, dass der eingegebene Betrag nicht zur Rechnung passt. Auch bei kleinen Einkäufen lohnt es sich deshalb, vor dem Bezahlen kurz auf das Display zu schauen.
Prüfen Sie Betrag und Währung, bevor Sie die Karte oder das Smartphone an das Terminal halten oder eine Zahlung freigeben. Wird das Gerät so gehalten, dass die Anzeige nicht lesbar ist, bitten Sie darum, die Angaben sehen zu können.
Bei einer angeblich gescheiterten Zahlung sollten Sie vor einem weiteren Versuch gemeinsam mit dem Händler den Status prüfen. Bewahren Sie vorhandene Belege auf und kontrollieren Sie anschliessend die Transaktionen. Eine Vormerkung ist noch keine endgültige Belastung und belegt für sich allein keine Doppelzahlung.
Unser Tipp: Lassen Sie unklare oder tatsächlich doppelt verbuchte Beträge zeitnah vom Kartenanbieter prüfen. Notieren Sie dafür Geschäft, Zeitpunkt und Betrag.
Am Parkautomaten führt ein QR-Code direkt zur Zahlung. Die geöffnete Seite sieht vertraut aus und fragt nach Kennzeichen und Kartendaten. Was praktisch wirkt, kann jedoch eine gefälschte Zahlungsseite sein.
Beim sogenannten Quishing führen manipulierte QR-Codes auf betrügerische Websites. Eine bekannte Masche sind Aufkleber, die den ursprünglichen Code am Parkautomaten überdecken. Wer dort seine Kartendaten eingibt, übermittelt sie möglicherweise an Kriminelle. Die eigentliche Parkgebühr bleibt dabei unter Umständen unbezahlt.
Achten Sie auf überklebte Codes und prüfen Sie die aufgerufene Webadresse, bevor Sie Daten eingeben. Passt sie wirklich zum offiziellen Anbieter? Bei Zweifeln öffnen Sie dessen bekannte App oder rufen die offizielle Website selbst auf.
Unser Tipp: Weitere Warnzeichen und konkrete Schutzmassnahmen finden Sie im Beitrag «Quishing: Wenn QR-Codes zur Falle werden». Haben Sie Kartendaten auf einer verdächtigen Seite eingegeben, sichern Sie die betroffene Karte sofort und kontaktieren Sie Ihren Kartenanbieter.
Ein falscher Betrag auf der Rechnung, eine übersehene Gebühr oder eine doppelte Belastung: Manche Unstimmigkeiten fallen erst nach dem Bezahlen auf. Mit diesen Schritten können Sie die Kosten nachvollziehen und mögliche Fehler klären:
Rechnung und Belastung vergleichen: Prüfen Sie, welcher Betrag berechnet wurde und wodurch die Abweichung entstanden ist. In der Swiss Bankers App können Sie Ihre Transaktionen einsehen und mit den Belegen abgleichen. Berücksichtigen Sie bei Zahlungen in Fremdwährungen auch die Währungsumrechnung und allfällige Gebühren.
Den Anbieter direkt ansprechen: Wurde ein Gericht doppelt berechnet oder ein höherer Betrag als vereinbart eingegeben, wenden Sie sich möglichst zeitnah an das Restaurant, Geschäft oder Taxiunternehmen. Bitten Sie um eine Prüfung und gegebenenfalls eine Korrektur. Lassen Sie sich eine zugesagte Rückerstattung schriftlich bestätigen.
Den Buchungsstatus prüfen: Eine vorgemerkte Zahlung ist noch keine endgültige Belastung. Wenn ein Betrag zweimal erscheint, prüfen Sie deshalb zunächst, ob tatsächlich beide Zahlungen definitiv verbucht wurden.
Bei ungeklärten Belastungen Hilfe holen: Lässt sich die Abweichung mit dem Anbieter nicht klären, kontaktieren Sie Ihren Kartenanbieter und halten Sie Belege sowie Angaben zur Zahlung bereit. Bei Ihrer Swiss Bankers Karte hilft Ihnen der Kundenservice weiter. Können Sie die App nicht nutzen, erreichen Sie ihn auch telefonisch unter +41 31 710 12 15.
Bewahren Sie Ihre Unterlagen auf, bis die Angelegenheit geklärt ist. Ob eine Korrektur oder Rückerstattung möglich ist, hängt vom jeweiligen Fall ab.
Fazit: Auf Reisen muss niemand jeden Bezahlvorgang misstrauisch verfolgen. Oft genügt ein kurzer Moment Aufmerksamkeit: den Preis vorab klären, die Angaben auf dem Terminal lesen und die Rechnung prüfen. Wer sich diese kleinen Routinen angewöhnt, erkennt Unstimmigkeiten früher und kann rechtzeitig nachfragen. So bleibt mehr Raum für das, was unterwegs Freude macht – vom Marktbesuch bis zum Abendessen am Meer.