Ein Espresso an der Bar, ein Souvenir vom Markt oder die erste Taxifahrt nach der Landung: Auf Reisen wird Bezahlen schnell zur Frage der richtigen Vorbereitung. Welche Karte eignet sich, wann braucht es Bargeld und welche Währung sollte man am Terminal wählen? Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Zahlen und Geld abheben im Ausland ankommt und wie Sie unnötige Kosten vermeiden, ohne unterwegs an Flexibilität zu verlieren.
Ein Wochenende in Kopenhagen stellt andere Anforderungen an die Reisekasse als eine Rundreise durch ländliche Regionen Perus. Informieren Sie sich deshalb vorab über die Zahlungsmöglichkeiten an Ihrem Reiseziel. Hinweise dazu finden Sie in den Länderinformationen von Swiss Bankers.
Für unterwegs stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung:
Prepaid-Karte: Sie laden vorab Guthaben auf und bezahlen daraus Ihre Ausgaben. Damit lässt sich ein eigenes Reisebudget festlegen. Ein Beispiel ist die Swiss Bankers Travel Karte, die das weltweite Mastercard-Netzwerk nutzt.
Debitkarte: Einkäufe und Bargeldbezüge werden direkt dem verbundenen Bankkonto belastet. Sie nutzen das verfügbare Guthaben innerhalb der vereinbarten Limiten.
Kreditkarte: Die Abrechnung erfolgt in der Regel später. Je nach Produkt steht ein Kreditrahmen zur Verfügung, der auch für grössere Ausgaben oder Reservationen relevant sein kann.
Bargeld: Noten und Münzen in Landeswährung sind etwa für kleine Geschäfte, Märkte oder Trinkgelder praktisch – und überall dort, wo Kartenzahlung nicht angeboten wird.
Mobile Payment: Über Apple Pay oder Google Pay bezahlen Sie mit einer unterstützten Karte im digitalen Wallet Ihres Smartphones oder Ihrer Smartwatch. So ist die Zahlungsmöglichkeit auch ohne Portemonnaie griffbereit.
Wählen Sie die Kombination, die zu Ihren Reiseplänen passt. Eine zusätzliche Zahlungsmöglichkeit als Reserve hilft, wenn die bevorzugte unterwegs einmal nicht funktioniert.
Vom Einkauf im Supermarkt bis zum Museumsticket: Mit Karte bezahlen Sie bequem, ohne passendes Kleingeld abzuzählen oder vorher Bargeld in Landeswährung zu besorgen. Wo Karten breit akzeptiert werden, eignen sie sich deshalb gut als Hauptzahlungsmittel auf Reisen. Damit das Bezahlen auch unterwegs unkompliziert bleibt, lohnt sich ein Blick auf Akzeptanz, Kosten und besondere Bedingungen.
Ein Blick auf die Logos an der Kasse hilft: Mastercard, Visa oder American Express zeigen, welche Kartenmarken angenommen werden. Vergleichen Sie diese mit dem Logo auf Ihrer Karte – unabhängig davon, ob Sie eine Debit-, Kredit- oder Prepaid-Karte nutzen. Die Swiss Bankers Travel Karte nutzt das Mastercard-Netzwerk. Achten Sie mit ihr deshalb auf das Mastercard-Logo.
Mit Apple Pay oder Google Pay können Sie auch auf Reisen kontaktlos bezahlen, sofern Ihre hinterlegte Karte unterstützt und vor Ort akzeptiert wird. In den ersten Tagen bekommen Sie meist ein gutes Gefühl dafür, wie gut mobiles Bezahlen an Ihrem Reiseziel funktioniert. Nehmen Sie die physische Karte vorsichtshalber trotzdem mit. So haben Sie eine Alternative, wenn Sie an einer Kasse nicht mit dem Smartphone bezahlen können.
Je nach Karte fallen feste Gebühren pro Einkauf oder prozentuale Zuschläge an. Bei Fremdwährungen sind auch die Umrechnungskosten zu berücksichtigen. Mit der Swiss Bankers Travel Karte werden pro Einkauf CHF/EUR/USD 1 berechnet, abhängig von der Kartenwährung. Zahlungen in einer anderen Währung werden zum Mastercard-Wechselkurs umgerechnet.
Für Kautionen werden meist klassische Kreditkarten mit Kreditrahmen, etwa von Visa oder Mastercard, akzeptiert. Prepaid-Karten werden häufig ausgeschlossen; bei Debitkarten gelten je nach Anbieter unterschiedliche Bedingungen. Klären Sie die Akzeptanz Ihrer Karte vorab und planen Sie einen ausreichenden finanziellen Puffer für die Kaution ein.
Sind Kartenakzeptanz und Konditionen geklärt, lässt sich im Reisealltag vieles bequem bargeldlos bezahlen. Am Terminal kann dann noch eine weitere Entscheidung anstehen: die Wahl zwischen Landeswährung und Schweizer Franken.
Nach dem Abendessen in Italien bietet Ihnen das Terminal beim Bezahlen mit Karte möglicherweise zwei Optionen: die Abrechnung in Euro oder in Schweizer Franken. Die vertraute Währung wirkt bequem, weil der Frankenbetrag sofort feststeht. Dahinter steckt jedoch häufig eine dynamische Währungsumrechnung, auch Dynamic Currency Conversion oder DCC genannt.
Dabei wird die Umrechnung vom Händler beziehungsweise dessen Zahlungsdienstleister angeboten. Der angezeigte Betrag kann zusätzliche Aufschläge enthalten und ungünstiger ausfallen als die Umrechnung über Ihren Kartenanbieter.
Wählen Sie deshalb bei der üblichen Auswahl zwischen Landeswährung und Schweizer Franken die Landeswährung: in Italien Euro, in Thailand Baht und in Südafrika Rand. Das gilt sowohl beim Bezahlen als auch beim Geldabheben.
Am Bancomaten kann die entsprechende Auswahl beispielsweise «ohne Umrechnung» oder «Decline conversion» heissen. Die Beschriftung variiert. Lesen Sie deshalb die Anzeige aufmerksam. Sie lehnen damit die angebotene Sofortumrechnung ab; die Transaktion kann weiterhin stattfinden. Gebühren Ihrer Karte und des Bancomatbetreibers können trotzdem anfallen.
Auf dem Wochenmarkt, in der Bäckerei oder im Café: Gerade für kleinere Ausgaben kann Bargeld praktisch sein – und überall dort, wo Kartenzahlung nicht akzeptiert wird. Diese Punkte helfen Ihnen, einen passenden Bancomaten zu finden und die Kosten im Blick zu behalten:
Akzeptanz und Limiten prüfen: Achten Sie auf das Logo Ihrer Karte am Bancomaten. Bei der Swiss Bankers Travel Karte ist das das Mastercard-Logo. Passende Automaten finden Sie über den ATM-Locator von Swiss Bankers. Beachten Sie zudem die Bezugslimiten Ihrer Karte und des Automaten.
Gebühren des Kartenanbieters beachten: Je nach Karte fallen feste Beträge, prozentuale Gebühren oder eine Kombination mit Mindestgebühr an. Mit der Swiss Bankers Travel Karte kostet ein Bargeldbezug im Ausland 2 % des Betrags, mindestens CHF/EUR/USD 7.50, abhängig von der Kartenwährung. Details finden Sie in der Gebührenübersicht.
Auf mögliche Betreibergebühren achten: Je nach Land und Bancomatbetreiber kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. Wird Ihnen ein solcher Zuschlag am Bildschirm angezeigt, können Sie den Bezug vor der Bestätigung abbrechen und einen anderen Automaten wählen.
In Landeswährung abrechnen lassen: Falls Ihnen der Automat eine Sofortumrechnung in Schweizer Franken anbietet, wählen Sie die Landeswährung beziehungsweise «ohne Umrechnung». So vermeiden Sie mögliche Aufschläge durch die angebotene Sofortumrechnung.
Den Bargeldbedarf realistisch einschätzen: Orientieren Sie sich am Bedarf der nächsten Tage. Bei einer Mindestgebühr können wenige, gut geplante Bezüge günstiger sein als viele kleine. Heben Sie dennoch nur so viel ab, wie Sie voraussichtlich benötigen.
Weitere praktische Hinweise, wie Sie beim Geldabheben typische Kostenfallen erkennen und Ihre Bezüge unterwegs sinnvoll planen, finden Sie im Beitrag «Bargeldbezug: 5 Tipps, um unnötige Gebühren zu vermeiden».
Ein paar Dinge lassen sich zu Hause in Ruhe klären. So müssen Sie sich unterwegs nicht erst um eine vergessene PIN oder zu wenig Guthaben kümmern:
Budget und Limiten abstimmen: Überlegen Sie, wie viel Sie für Einkäufe, Ausflüge und Bargeldbezüge benötigen. Prüfen Sie Kartengültigkeit und Limiten und planen Sie Puffer für Kautionen ein. Eine Prepaid-Karte können Sie vorab mit dem vorgesehenen Reisebudget aufladen – bei der Swiss Bankers Travel Karte beispielsweise bequem über die Swiss Bankers App.
PIN im Kopf haben: Kennen Sie die PIN Ihrer Debit-, Kredit- und Prepaid-Karten? Auch bei kontaktlosen Zahlungen kann die Eingabe verlangt werden. Für Bargeldbezüge benötigen Sie die PIN ebenfalls.
App und Karteneinstellungen prüfen: Testen Sie den App-Zugang und prüfen Sie, ob Ihre Karteneinstellungen die Nutzung am Reiseziel erlauben. Mit der Swiss Bankers App können Sie beispielsweise Guthaben und Transaktionen einsehen, die PIN ändern und Ihre Karte bei Verlust sperren. Übrigens: Die Swiss Bankers Travel Karte wird bei Verlust oder Diebstahl inklusive Restguthaben weltweit kostenlos ersetzt.
Eine zweite Karte einpacken: Eine zusätzliche Karte hilft, wenn Ihre bevorzugte Karte abgelehnt wird oder verloren geht. Bewahren Sie die Reserve getrennt von der hauptsächlich genutzten Karte auf.
Etwas Landeswährung vorbereiten: Für erste Ausgaben nach der Ankunft kann eine Bargeldreserve praktisch sein. Sie können vor der Abreise Geld wechseln oder mit einer aktiven Swiss Bankers Karte die Bargeldbestellung von Swiss Bankers in der App nutzen. Die Banknoten werden an Ihre hinterlegte Wohnadresse in der Schweiz geliefert. Planen Sie die Lieferfrist rechtzeitig ein.
Mit diesen Vorbereitungen ist Ihre Reisekasse startklar – für die ersten Ausgaben nach der Ankunft ebenso wie für spontane Pläne unterwegs.
Welche Kosten können beim Geldabheben entstehen und was tun, wenn die Karte nicht funktioniert? Hier beantworten wir häufige Fragen zum Zahlen und Geldabheben im Ausland – damit Sie unterwegs gut vorbereitet sind.
Das hängt von Ihrer Karte und Ihrem Zahlungsverhalten ab. Vergleichen Sie die Gebühren pro Einkauf mit den Kosten Ihrer geplanten Bargeldbezüge. Bei der Swiss Bankers Travel Karte fällt beispielsweise pro Einkauf CHF/EUR/USD 1 an, abhängig von der Kartenwährung. Gerade bei vielen kleinen Zahlungen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Gesamtkosten.
Der mögliche Betrag hängt von den Bezugslimiten Ihrer Karte und des jeweiligen Bancomaten sowie Ihrem verfügbaren Guthaben beziehungsweise Kreditrahmen ab. Ein Automat kann den Betrag pro Bezug begrenzen, auch wenn Ihre Karte einen höheren Bezug zulassen würde.
Je nach Karte wird ein fester Betrag, ein Prozentsatz oder eine Kombination mit Mindestgebühr berechnet. Mit der Swiss Bankers Travel Karte kostet ein Bargeldbezug im Ausland beispielsweise 2 % des Betrags, mindestens CHF/EUR/USD 7.50, abhängig von der Kartenwährung. Zusätzliche Gebühren des Bancomatbetreibers können hinzukommen. Bei abweichenden Währungen ist ausserdem der angewendete Wechselkurs relevant.
Für erste Ausgaben nach der Ankunft ist etwas Landeswährung im Gepäck praktisch. Diese können Sie etwa über die Bargeldbestellung von Swiss Bankers organisieren: Mit einer aktiven Swiss Bankers Karte bestellen Sie die Banknoten in der App und erhalten sie an Ihre hinterlegte Wohnadresse in der Schweiz. Bestellungen sind ab einem Gegenwert von CHF 200 zuzüglich Gebühren möglich. Weiteres Bargeld können Sie später bei Bedarf vor Ort beziehen.
Mögliche Ursachen sind fehlende Akzeptanz, zu wenig Guthaben, erreichte Limiten, regionale Sperren oder technische Probleme. Prüfen Sie zuerst den verfügbaren Betrag und die Karteneinstellungen. Bei einer Swiss Bankers Karte können Sie dafür die Swiss Bankers App nutzen. Bleibt der Grund unklar, hilft Ihr Kartenanbieter weiter.
Notieren Sie Standort und Betreiber des Automaten, Zeitpunkt und Betrag und bewahren Sie vorhandene Belege auf. Prüfen Sie, ob der Betrag nur vorgemerkt oder bereits verbucht ist. Melden Sie den Vorgang zeitnah Ihrem Kartenanbieter, damit die Belastung geprüft und bei Bedarf beanstandet werden kann.
Fazit: Eine passende Kombination aus Karten und Bargeld erleichtert das Reisen. Wer vorab die Konditionen prüft, am Terminal die Landeswährung wählt und eine zusätzliche Zahlungsmöglichkeit bereithält, kann sich unterwegs wieder dem widmen, was die Reise ausmacht.