Portugal ist nicht nur Küste – Portugal ist auch Inselglück. Mitten im Atlantik warten zwei völlig unterschiedliche Inselwelten: Madeira mit mildem Klima, üppigem Grün und spektakulären Panoramawegen – und die Azores, ein Vulkanarchipel, der mit Kraterseen, Thermalquellen und dramatischen Landschaften beeindruckt. Ob Sie Strandferien auf Porto Santo, Wanderabenteuer auf Madeira oder Naturkino auf den Azoren suchen: Diese Top 10 zeigt Ihnen die schönsten portugiesischen Inseln.
Inhalt:
Madeira ist die perfekte Wahl, wenn Sie Inselferien mit Natur, Genuss und Bewegung verbinden möchten. Die Insel wirkt wie ein riesiger botanischer Garten im Atlantik: üppige Hänge, dramatische Steilküsten, Aussichtspunkte mit “Wow”-Garantie – und dazu ein Klima, das oft ganzjährig angenehm bleibt. Das Herzstück sind die berühmten Levada-Wanderungen: Wege entlang historischer Wasserkanäle, die Sie durch Lorbeerwälder, zu Wasserfällen und zu Aussichtskanten führen, an denen man automatisch stehenbleibt. Gleichzeitig hat Madeira auch ein urbanes Gegengewicht – in Funchal lässt es sich wunderbar flanieren, essen und den Tag mit Meerblick ausklingen lassen.
Tipp: Planen Sie die beliebtesten Levadas früh am Morgen – so nutzen Sie die stabileren Wetterfenster, haben weicheres Licht für Fotos und sind deutlich entspannter unterwegs. Für noch mehr Inspiration finden Sie in unserem Blogbeitrag „Madeira Highlights – die schönsten Orte, Wanderungen und Genusserlebnisse“ die besten Spots der Insel kompakt zusammengestellt – ideal zum Planen und Kombinieren Ihrer Route.
Porto Santo ist Madeiras entspannte Schwester – und die Insel, die man wählt, wenn man bei “Ferien” vor allem an barfuss im Sand, lange Badetage und viel Platz denkt. Das Highlight ist der berühmte, kilometerlange Strand: hell, breit, angenehm zum Spazieren und ideal, wenn Sie nicht nach der nächsten kleinen Bucht suchen möchten, sondern einfach Meer vor sich und Ruhe im Kopf. Das Tempo ist spürbar langsamer als auf Madeira – perfekt zum Abschalten, Lesen, Schwimmen und Sonnenuntergänge sammeln. Und gerade als Kontrastprogramm zu Madeiras grünen Wanderwelten funktioniert Porto Santo hervorragend: erst aktiv, dann Insel-Ruhe.
Tipp: Bleiben Sie mindestens zwei Nächte – so erleben Sie den Strand auch frühmorgens und am Abend, wenn es besonders ruhig ist und Porto Santo seinen ganzen Charme ausspielt.
São Miguel ist die ideale Insel, wenn Sie in kurzer Zeit maximale Abwechslung erleben möchten. Hier wechseln sich smaragdgrüne Kraterseen, dampfende Quellen und wilde Küstenstrassen fast im Minutenrhythmus ab – und überall wirkt die Landschaft wie frisch “angeschaltet”: sattes Grün, Vulkanhügel, Hortensien (je nach Saison) und Aussichtspunkte, bei denen man automatisch langsamer wird. Dazu kommt die Genussseite der Insel: regionale Produkte, warmes Thermalwasser und ein entspanntes Inseltempo, das perfekt zu Roadtrip-Tagen passt. São Miguel fühlt sich an wie die “Best-of”-Essenz der Azoren – und ist deshalb oft die beste Wahl, wenn Sie nur eine Insel besuchen möchten.
Tipp: Mieten Sie ein Auto und planen Sie bewusst Puffer ein – auf São Miguel entscheidet das Wetter mit. Wer flexibel bleibt und Aussichtspunkte spontan ansteuert, erlebt die Insel in ihren schönsten Momenten.
Pico ist die Insel für alle, die Berge und dramatische Landschaften lieben. Schon beim Ankommen spüren Sie den Charakter: dunklere Lavasteine, raues Atlantiklicht und am Horizont der mächtige Vulkan, der der Insel ihren Namen gibt. Der Montanha do Pico ist nicht nur das Wahrzeichen der Azoren, sondern auch Portugals höchster Punkt – ein echtes “Bucket-List”-Ziel, wenn Sie gerne hoch hinaus wollen. Gleichzeitig wirkt Pico nie überladen: Statt grosser Inselszenen überzeugt sie mit stillen Momenten, weiten Blicken und einem Landschaftsgefühl, das fast archaisch wirkt. Ideal auch, wenn Sie Inselhopping planen – Pico lässt sich hervorragend mit Faial oder São Jorge kombinieren.
Tipp: Wenn Sie den Gipfelaufstieg planen, wählen Sie einen Tag mit stabiler Prognose und starten Sie früh – oben kann es schnell deutlich kühler, windiger und nebliger werden als an der Küste.
Terceira ist die Azoreninsel, die Natur und Kultur besonders elegant verbindet. Einerseits bekommen Sie das typische Azoren-Feeling: grüne Hügel, Küstenblicke, Vulkanlandschaft. Andererseits hat Terceira mit Angra do Heroísmo eine der schönsten Städte des Archipels – historisch, lebendig und ideal, um den Tag abends entspannt ausklingen zu lassen. Genau diese Kombination macht Terceira so angenehm: Sie müssen nicht jeden Tag “Outdoor-Maximum” machen, sondern können Inseltempo, Spaziergänge, Aussichtspunkte und gutes Essen ganz natürlich miteinander mischen.
Tipp: Planen Sie einen Nachmittag/Abend fix für Angra do Heroísmo ein – am besten ohne striktes Programm. Terceira wirkt am stärksten, wenn Sie der Insel ein bisschen Raum zum “Einwirken” geben.
Flores ist die Insel, auf der die Azoren am spektakulärsten “überlaufen” – im besten Sinn: überall fällt Wasser, alles ist grün, und die Landschaft wirkt so intensiv, dass man fast vergisst, wie nah man am Atlantikrand Europas ist. Steile Klippen, kleine Seen, üppige Täler und immer wieder Wasserfälle machen Flores zu einem Traum für alle, die Natur nicht nur anschauen, sondern wirklich spüren möchten. Gleichzeitig ist Flores angenehm ruhig: kein Grossstadtgefühl, kein Dauerprogramm – sondern kurze Fahrten, starke Aussichtspunkte und diese besondere Stimmung, wenn Nebel und Sonne in Minuten wechseln und die Insel jedes Mal anders aussieht.
Tipp: Bleiben Sie flexibel und planen Sie nicht zu eng. Auf Flores entscheidet das Wetter oft kurzfristig – wer spontan auf gute Sicht reagiert, erlebt die Insel in ihren schönsten Momenten.
Video: São Jorge: Dramatische Klippen, grüne Höhenzüge und das pure Azoren-Feeling.
São Jorge ist die Insel, die Sie sofort entschleunigt. Sie ist lang und schmal, mit steilen Küsten und einem Landschaftsbild, das von den berühmten Fajãs geprägt ist – flachen Küstenstreifen am Fuss der Klippen, die wie kleine Naturbühnen zwischen Fels und Meer liegen. Genau dort spielt sich das besondere São-Jorge-Gefühl ab: weit schauen, langsam gehen, Luft holen – und die Insel einfach wirken lassen. Dazu kommen traumhafte Aussichtspunkte entlang der Höhenstrasse, von denen aus die Küste fast dramatisch wirkt, ohne jemals “laut” zu sein. São Jorge ist perfekt, wenn Sie Natur lieben, aber nicht jeden Tag ein grosses Abenteuer brauchen – hier reichen oft ein paar kurze Wanderungen und viel Aussicht.
Tipp: Packen Sie gutes Schuhwerk ein und planen Sie mindestens eine Fajã-Wanderung – die schönsten Orte liegen oft nicht direkt an der Strasse, sondern am Ende eines kurzen (manchmal steilen) Wegs.
Faial ist die Azoreninsel, die sich am “seefahrerischsten” anfühlt: Atlantikluft, Hafenstimmung und ein entspannter Rhythmus, der sofort Ferienmodus auslöst. Gleichzeitig ist Faial strategisch genial – wenn Sie mehrere Inseln kombinieren möchten, funktioniert sie oft als ideale Basis, weil Sie von hier aus schnell weiterkommen (und trotzdem genug Inselgefühl haben, um nicht nur “Durchreise” zu sein). Landschaftlich liefert Faial einen schönen Mix aus Küste, grünen Höhen und vulkanischer Prägung – und genau diese Balance macht sie so angenehm: tagsüber Aussichtspunkte und Inselrunden, abends ein unkompliziertes, maritimes Ausklingen.
Tipp: Nutzen Sie Faial bewusst als Kombi-Insel – besonders stimmig ist die Verbindung mit Pico oder São Jorge. So bekommen Sie in kurzer Zeit Stadt-/Hafenflair plus Vulkan- und Klippenlandschaft.
Santa Maria fühlt sich innerhalb der Azoren oft etwas “leichter” an: mehr Sonne, weichere Linien in der Landschaft und ein insgesamt ruhiger, warmer Inselvibe. Genau deshalb ist sie perfekt, wenn Sie nach viel Naturprogramm auf anderen Inseln bewusst einen Gang runter schalten möchten – oder wenn Sie Azoren erleben wollen, aber mit einem Hauch “Badeferien” statt nur Wanderschuhen. Santa Maria ist keine Insel für To-do-Listen, sondern für gemütliche Tage: Aussicht geniessen, an kleinen Buchten verweilen, durchs Inselinnere fahren und das Tempo bewusst langsamer wählen.
Tipp: Planen Sie Santa Maria als entspannten Abschluss einer Azoren-Reise ein – so wirkt die Insel wie ein natürlicher “Reset”, bevor es zurück in den Alltag geht.
Video: Die kleinste Azoreninsel – gross im Gefühl von Ruhe und Weite.
Corvo ist winzig – und genau das ist der Reiz. Hier wirkt alles reduziert auf das Wesentliche: Atlantik, Wind, Weite und eine Insel, die sich eher wie ein Rückzugsort als wie ein Reiseziel mit Programm anfühlt. Wer Corvo besucht, sucht selten “Sehenswürdigkeiten im Minutentakt”, sondern dieses besondere Gefühl, am Rand der Welt zu stehen und einfach nur Landschaft zu erleben. Die Insel ist ideal, wenn Sie Abgeschiedenheit mögen, kurze Spaziergänge mit grosser Aussicht schätzen und Ferien als bewusste Entschleunigung verstehen.
Tipp: Planen Sie Corvo mit genügend Flexibilität – Verbindungen können wetterabhängig sein. Wer Puffer einbaut, erlebt die Insel entspannt statt unter Zeitdruck.
Portugals Inseln sind keine “kleine Ergänzung” zum Festland, sondern eigenständige Traumziele: Madeira begeistert mit mildem Klima, grünen Panoramen und Wanderwegen, die sich wie Naturkulissen anfühlen – während die Azores mit Vulkanlandschaften, Kraterseen und echter Atlantik-Wildheit punkten.
Ob Sie auf Porto Santo Strandtage sammeln, auf São Miguel Thermalquellen und Aussichtspunkte kombinieren oder auf Pico das grosse Berggefühl suchen: Diese Top 10 hilft Ihnen, die Insel zu finden, die zu Ihrem Reisestil passt. Und das Beste: Sie ist nur der Anfang – denn Portugal hat noch viele weitere Insel- und Küstenperlen, die sich je nach Zeit, Wetter und Reiselust perfekt ergänzen lassen.