Reisehinweise für Irak .

Hier finden Sie wichtige Hinweise und nützliche Informationen für Irak.

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Irak
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Praktische Infos:

Zeitverschiebung im Vergleich zur Schweiz

+2 h / +1 h während unserer Sommerzeit

Hauptstadt

Bagdad

Landessprache

Amtssprachen

Arabisch
Kurdisch

Verständigungsmöglichkeit

Englisch

Netzspannung

230 Volt; zweipolige Rundstecker / Adapter erforderlich für dreipolige Stecker

Öffnungszeiten

Banken

8.00 - 12.00/14.00 (So - Do)

Geschäfte

9.00 - 13.00 und 16.00 - 22.00 h (Mo - So)

Feiertage
  • 1. Januar: Neujahr

  • 6. Januar: Tag der Streitkräfte
  • 6. März: Nationaler Tag der Toleranz und Koexistenz
  • 21. März: Nowruz (Kurdisches Neujahr)
  • 1. Mai: Tag der Arbeit

  • 14. Juli: Tag der Republik

  • 3. Oktober: Unabhängigkeitstag

  • 10. Dezember: Tag des Sieges

  • 25. Dezember: Weihnachten

Islamische bewegliche Feiertage (Daten variieren jährlich):

  • Eid al-Fitr: Fest zum Ende des Ramadan

  • Eid al-Adha: Opferfest
  • Eid al-Ghadeer
  • Hidschra: Islamisches Neujahr
  • Aschura
  • Mawlud: Geburtstag des Propheten Mohammed
Einreisebestimmungen

Das EDA rät von Reisen in dieses Land ab.

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger. Für die Einreise nach Irak sind die folgenden Dokumente erforderlich:

  • Ein bis mindestens 6 Monate nach Ankunft gültiger Schweizerpass.  Der Reisepass muss mindestens noch über zwei leere Seite verfügen. Bei Reisepässen mit Vermerken von israelischen Behörden wird die Einreise verweigert.
  • Ein Visum. Es kann vor der Reise online beantragt werden.

  • das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise. Die Papiere müssen für die Weiterreise in Ordnung sein.
  • Ein Nachweis über ausreichende Geldmittel für Ihren Aufenthalt.
  • Minderjährige: Erkundigen Sie sich bei den örtlichen Behörden über die Einreiseformalitäten für Minderjährige. Mehr zum Thema: Reisevollmacht für Reisen mit Kinder.

Zuständige Behörden, die über die Einreisebestimmungen nach Albanien informieren:
Botschaft der Republik Irak
Elfenstrasse 6
3006 Bern
Tel: +41 31 351 40 43, +41 31 351 98 10, +41 31 351 98 61, +41 31 351 98 14
E-Mail: brncon@mofa.gov.iq
Website: mofa.gov.iq/bern/

- Infos zuletzt aktualisiert im September 2025 -

Klima

Zentral- und Südirak (Bagdad, Basra, Wüstenregionen)

  • Sommer (Juni–September): Durchschnittlich 35–45 °C, in Spitzen bis über 50 °C. Sehr trocken, kaum Regen, häufige Sand- und Staubstürme.

  • Winter (Dezember–Februar): Temperaturen zwischen 5–15 °C, nachts kann es kühl bis knapp über 0 °C werden. Mild, mit etwas Regen.

  • Frühling/Herbst (März–Mai, Oktober–November): Angenehm mit 20–30 °C, teils windig. Ideale Reisezeit, da weder extreme Hitze noch Kälte.

Nordirak (Erbil, Mossul, kurdische Gebirgsregionen)

  • Sommer (Juni–September): Heiss, aber weniger extrem als im Süden. Temperaturen 30–40 °C, in den Bergen kühler.

  • Winter (Dezember–Februar): 0–10 °C, in den Bergen auch Minusgrade und Schneefall möglich. Deutlich kühler als im Süden.

  • Frühling/Herbst (März–Mai, Oktober–November): 15–25 °C, grüne Landschaften im Frühling, sehr angenehm für Outdoor-Aktivitäten.

Westirak (Anbar, Wüstengebiete)

  • Sommer (Juni–September): Sehr heiss, oft über 45 °C, extreme Trockenheit. Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.

  • Winter (Dezember–Februar): 5–15 °C am Tag, nachts deutlich kühler bis nahe 0 °C. Kaum Niederschlag.

  • Frühling/Herbst (März–Mai, Oktober–November): Temperaturen zwischen 20–30 °C, angenehm, aber immer noch trocken.

Die perfekte Reisezeit für den Irak: 

  • Badeferien: Mai–Jun, Sep–Okt. Die heissen Sommermonate (Jul–Aug) sind kaum erträglich. Früh- und Spätsommer eignen sich besser, etwa für Aufenthalte am Schatt al-Arab oder in Resortanlagen mit Pool.
  • Städtetrips: Mär–Mai, Okt–Nov. Angenehme Temperaturen zwischen 20–30 °C machen Besichtigungen in Bagdad, Erbil oder Basra gut möglich. Sommer ist zu heiss, Winter oft ungemütlich kühl und regnerisch.
  • Winterferien: Dez–Feb. Nur in den kurdischen Bergen im Norden gibt es richtigen Winter mit Schnee. Hier sind Skigebiete wie in Korek oder Halgurd möglich – ausserhalb dieser Region kein klassischer Wintertourismus.
Kommunikation
  • Handynutzung: Es entstehen Gebühren bei der Handynutzung im Irak (Roaming). Es ist ratsam, vor der Reise die Roaming-Gebühren zu überprüfen und gegebenenfalls spezielle Roaming-Pakete zu erwerben, um Kosten zu reduzieren.

  • W-LAN: In grossen Hotels, Cafés und teils in Einkaufszentren verfügbar, jedoch nicht immer stabil und mit eingeschränkter Geschwindigkeit. In ländlichen Regionen kaum vorhanden.

  • Prepaid-SIM-Karten: Es ist möglich, vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte zu kaufen, um lokale Anrufe zu tätigen und mobile Daten zu nutzen. Es gibt verschiedene Mobilfunkanbieter wie Zain Iraq, Asiacell oder Korek Telecom
  • Sonstiges: Internetzugang kann staatlichen Einschränkungen unterliegen, insbesondere bei politischen Ereignissen. Messaging-Dienste wie WhatsApp oder Telegram sind in der Regel nutzbar, zeitweise aber eingeschränkt.
Sehenswürdigkeiten
  • Ziggurat von Ur, Nasiriyah: Eine der bedeutendsten sumerischen Stätten, rund 4'000 Jahre alt. Der imposante Stufentempel zeugt von der Hochkultur Mesopotamiens.

  • Babylon, bei Hilla: Ruinen der einstigen Weltmetropole mit Resten des Ischtar-Tors und des Palastes von Nebukadnezar II. Symbol für die Blütezeit des alten Mesopotamiens.

  • Al-Mustansiriya-Madrasa, Bagdad: Historische islamische Hochschule aus dem 13. Jahrhundert, beeindruckend durch ihre Architektur und Bedeutung als Bildungszentrum.

  • Irakisches Nationalmuseum, Bagdad: Zeigt bedeutende Funde aus Mesopotamien, darunter Keilschriften, Statuen und Artefakte aus den ersten Hochkulturen der Menschheit.

  • Zitadelle von Erbil: Eine der ältesten durchgehend bewohnten Stätten der Welt. Die UNESCO-Welterbestätte thront auf einem Hügel im Zentrum der Stadt.

  • Lalisch-Tempel, Nähe Dohuk: Heiligtum der Jesiden und wichtiger Wallfahrtsort. Bekannt für seine besonderen Kegelkuppeln und spirituelle Atmosphäre.

  • Hatra, Wüste bei Mossul: Antike Ruinenstadt, UNESCO-Weltkulturerbe, mit eindrucksvollen Tempeln und Überresten der parthischen Architektur.

  • Al-Shaheed-Monument, Bagdad: Modernes, ikonisches Denkmal mit blauer Kuppel, das den Gefallenen des Irak gewidmet ist. Ein Wahrzeichen der Hauptstadt.

  • Mar Mattai Kloster, bei Mossul: Eines der ältesten christlichen Klöster der Welt, aus dem 4. Jahrhundert, mit Blick über die Ebene von Ninive.

  • Große Moschee von Samarra: Berühmt für ihr spiralförmiges Minarett (Malwiya), ein einzigartiges Bauwerk der islamischen Architektur aus dem 9. Jahrhundert.

Gastronomie

Hier eine kurze Übersicht zu den kulinarischen Besonderheiten im Irak:

  • Masgouf: Nationalgericht des Irak – gegrillter Flusskarpfen, langsam am offenen Feuer gegart und oft mit Fladenbrot und Gemüse serviert.

  • Kebab: Beliebtes Strassen- und Restaurantgericht, meist aus Lamm oder Rind, gewürzt und auf Spiessen gegrillt, oft mit Reis oder Brot.

  • Dolma: Mit Reis, Kräutern und manchmal Fleisch gefüllte Weinblätter oder Gemüse, ein fester Bestandteil traditioneller Familienessen.

  • Kubba: Teigtaschen oder Bällchen aus Bulgur oder Reis, gefüllt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Gewürzen, frittiert oder gekocht.

  • Tapsi: Auflauf aus Auberginen, Kartoffeln und Fleisch in Tomatensauce – ein beliebtes Hausgericht.

  • Reisgerichte: Reis ist Grundnahrungsmittel, oft mit Safran oder Rosinen verfeinert und zu Fleisch oder Gemüse serviert.

  • Süssspeisen: Baklava, Halwa oder Lokma sind typische Desserts, häufig sehr süss und mit Nüssen oder Honig zubereitet.

  • Getränke: Schwarztee (Chai) ist das Nationalgetränk, stark gesüsst und zu jeder Tageszeit getrunken; Kaffee spielt eine kleinere Rolle.

  • Strassenküche: Frisches Fladenbrot, Falafel oder Shawarma sind weit verbreitet und beliebt für schnelle Mahlzeiten unterwegs.

Verhaltenstipps
  • Begrüssung: Händedruck ist üblich, bei engerer Bekanntschaft auch eine herzliche Umarmung zwischen Männern. Frauen und Männer begrüssen sich meist zurückhaltender. Freundliche Floskeln sind «As-salamu alaikum» (Friede sei mit Ihnen) und die Antwort «Wa alaikum as-salam».

  • Bitte und Danke: Höflichkeit wird geschätzt. «Min fadlak» bedeutet «bitte» (an Männer gerichtet), «min fadlik» an Frauen. «Shukran» heisst «danke» und wird im Alltag oft verwendet.

  • Kleidung: Konservative Kleidung ist angebracht. Männer tragen lange Hosen und Hemden, Frauen sollten Schultern, Arme und Beine bedecken. In religiösen Stätten ist ein Kopftuch für Frauen obligatorisch.

  • Esskultur: Mahlzeiten sind ein wichtiger sozialer Anlass. Essen wird oft mit der rechten Hand genommen; die linke gilt als unrein. Gäste werden grosszügig bewirtet, Ablehnen sollte man taktvoll tun.

  • Rauchen: Rauchen ist weit verbreitet, sowohl Zigaretten als auch Wasserpfeifen. Rücksichtnahme in geschlossenen Räumen ist dennoch geboten, und in offiziellen Gebäuden ist es verboten.

  • Trinkgeld: Ein kleines Trinkgeld («baksheesh») von 5–10 % wird in Restaurants und für Dienstleistungen erwartet, auch wenn Servicegebühren manchmal bereits enthalten sind.

  • Sonstiges: Körperliche Nähe zwischen gleichgeschlechtlichen Freunden ist normal, zwischen Männern und Frauen jedoch zurückhaltend. Fotografieren von Personen sollte nur mit Erlaubnis erfolgen, bei Behörden oder militärischen Anlagen ist Fotografieren strikt untersagt.

Gesundheitslage
  • Trinkwasserqualität: Leitungswasser ist nicht trinkbar. Es sollte ausschliesslich abgefülltes Wasser aus versiegelten Flaschen genutzt werden. Auch beim Zähneputzen und für Eiswürfel Vorsicht walten lassen.

  • Impfungen: Für Einreisende in den Irak werden in der Regel keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben. Es wird jedoch empfohlen, dass Reisende ihre Routineimpfungen auf dem neuesten Stand halten, insbesondere Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A, Poliomyelitis und Masern.
  • Malariagefahr: Es gibt ein geringes Malariarisiko in einzelnen Landesteilen, besonders im Süden (Provinz Basra). Eine individuelle Risikoabklärung und ggf. Prophylaxe sind ratsam.
  • Mückenschutz: Schutz vor Mückenstichen ist generell wichtig – lange Kleidung, Insektenschutzmittel und Moskitonetze verwenden. Dies schützt nicht nur vor Malaria, sondern auch vor Leishmaniose, die durch Sandmücken übertragen wird.
  • Sonstiges: In einigen Regionen treten Infektionskrankheiten wie Cholera auf, vor allem bei schlechter hygienischer Versorgung. Gründliche Händehygiene und Vorsicht bei Strassenessen sind daher unerlässlich.

- Infos zuletzt aktualisiert im Oktober 2025 -

Medizinische Versorgung
  • Generell ist die medizinische Versorgung im Irak nur eingeschränkt gewährleistet. In Bagdad, Erbil und einigen grösseren Städten gibt es Spitäler und Kliniken mit solider Basisversorgung, doch entsprechen Ausstattung, Hygiene und Fachpersonal oft nicht westlichem Standard. In ländlichen Gebieten und in politisch instabilen Regionen ist die medizinische Versorgung sehr begrenzt oder kaum vorhanden. Die aktuelle politische Lage kann die Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit von Einrichtungen zusätzlich beeinträchtigen.
  • In der Regel verlangen Krankenhäuser vor Behandlungen eine sofortige Bezahlung oder einen Kostenvorschuss. Eine umfassende Reiseversicherung mit Rücktransportoption ist dringend zu empfehlen. Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke ausreichend Vorrat für die gesamte Dauer enthalten. Beachten Sie, dass für betäubungsmittelhaltige oder psychotrope Medikamente spezielle Vorschriften gelten können; erkundigen Sie sich gegebenenfalls im Voraus bei der irakischen Botschaft oder einem Konsulat.

- Infos zuletzt aktualisiert im September 2025 -

Aktuelle Sicherheitslage
  • Von Reisen in den Irak wird abgeraten.
  • Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt.
  • Mehr Infos zur aktuellen Sicherheitslage finden Sie auf der Internetseite des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

  • Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten (Provinzen Dohuk, Erbil, Sulaymaniyah). Siehe weiter unten.
  • Aufgrund der militärischen Eskalation in der Region seit dem 28. Februar 2026 kann es kurzfristig zu sicherheitsrelevanten Entwicklungen sowie zu erheblichen Einschränkungen im Reise- und Flugverkehr kommen (z. B. mögliche Luftraumsperrungen, Flugausfälle und Umleitungen). Prüfen Sie aktuelle Reisehinweise laufend und klären Sie Abflug/Transit direkt mit der Fluggesellschaft bzw. dem Reiseveranstalter.
  • Die Lage bleibt unübersichtlich und volatil. Die Sicherheit ist nicht gewährleistet. Kleinere Fraktionen der Terrorgruppe «Islamischer Staat (IS)» halten sich vor allem in der Region um Mosul und in den Provinzen Anbar, Nineveh, Diyala, Kirkuk und Salahedin auf, wo sie von der irakischen Armee bekämpft werden. Die (ehemaligen) Kampfzonen sind teilweise stark vermint.
  • Das Risiko von Entführungen durch terroristische und kriminelle Gruppierungen (teilweise mit Todesfolge) ist hoch und besteht für einheimische wie für ausländische Personen.
  • Mit Attentaten sowie Raketen- und Granatenangriffen muss gerechnet werden; diese fordern regelmässig Todesopfer und Verletzte. Das Risiko besteht im ganzen Land. Attentate richten sich unter anderem gegen die lokalen Behörden, die Sicherheitskräfte, Kundgebungen, religiöse Stätten, Märkte und Restaurants und gegen Medienschaffende. Besonders gefährdet sind die internationale Zone und der Flughafen in Bagdad sowie Militärbasen. Auch Anschläge gegen ausländische Einrichtungen sind möglich.

  • Gewaltsame Ausschreitungen und Zusammenstösse zwischen Demonstrierenden und den Sicherheitskräften haben seit 2019 Hunderte Todesopfer und Tausende Verletzte gefordert. Die Sicherheitskräfte verwenden scharfe Munition um Demonstrationen aufzulösen.
  • Die irakische Gesetzgebung verbietet jeglichen Kontakt zu Israel. Widerhandlungen können mit langjähriger Haft oder mit dem Tod bestraft werden.
  • Teilautonome Region Kurdistan (Provinzen Dohuk, Erbil, Sulaymaniyah): In den Grenzgebieten zur Türkei und zum Iran finden Kampfhandlungen statt und es werden regelmässig Stellungen von bewaffneten kurdischen Gruppierungen bombardiert. Ausserdem besteht die Gefahr von Minen und Blindgängern.
  • Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten. Es finden regelmässig Angriffe mit Raketen und bewaffneten Drohnen statt. Sie richten sich am häufigsten gegen Militärbasen sowie gegen den militärischen Teil des internationalen Flughafens in Erbil. Seit Oktober 2023 ist eine Zunahme von Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Interessen zu verzeichnen. Es werden auch Ziele in der Stadt Erbil und anderen Orten angegriffen. Es besteht das Risiko von Attentaten. Im 2022 wurden diverse politisch motivierte Attentate in und um Sulaymaniyah verübt. Wenn Sie aus dringenden Gründen in die teilautonome Region Kurdistan reisen müssen, beachten Sie folgende Vorsichtsmassnahmen:
    • Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien oder bei einer ortsansässigen Vertrauensperson über die aktuelle Sicherheitslage.
    • Reisen Sie auf dem Luftweg hin und zurück.
    • Lassen Sie sich von einer ortskundigen Vertrauensperson begleiten und befolgen sie deren Ratschläge.
    • Meiden Sie Demonstrationen jeder Art, denn es besteht das Risiko von Ausschreitungen.
    • Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
    • Meiden Sie die Grenzgebiete zu den Provinzen Anbar, Nineveh und Salahedin.
    • Meiden Sie weiträumig die Grenzgebiete zum Iran, zur Türkei und zu Syrien.

- Infos zuletzt aktualisiert im 03. März 2025 -

Strassenverkehr
  • Führerausweis: Der Schweizer Führerausweis allein wird im Irak nicht anerkannt. Für die Fahrtauglichkeit benötigen Sie zwingend einen Internationalen Führerschein in Kombination mit dem nationalen Ausweis.

  • Autovermietung: Grundsätzlich können in grösseren Städten Autos gemietet werden, meist nur mit internationalem Führerschein und gültiger Kreditkarte. Häufig geben Vermieter Fahrzeuge jedoch nur mit Fahrer ab, da die Verkehrssituation und die Sicherheitslage für Ausländer schwierig sind. Für Schweizer Reisende ist es daher empfehlenswert, auf Mietwagen zu verzichten und stattdessen auf Taxis oder Fahrzeuge mit Chauffeur zurückzugreifen.

  • Verkehrsregeln: Es herrscht Rechtsverkehr.
Öffentlicher Verkehr
  • Fernzüge: Es gibt nur wenige funktionierende Fernzugverbindungen, darunter die Strecke Bagdad–Basra. Die Infrastruktur ist veraltet, Verspätungen und Ausfälle sind häufig.

  • Regionale Züge: Regionale Bahnverbindungen sind kaum zuverlässig und nur in bestimmten Landesteilen vorhanden. Für Reisende spielen sie praktisch keine Rolle.

  • Autobusse: Überlandbusse sind das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel. Sie verbinden grössere Städte und sind günstig, jedoch oft überfüllt und nicht immer komfortabel.

  • U-Bahn/Strassenbahn: Es gibt weder U-Bahn noch funktionierende Strassenbahnen. Der innerstädtische Verkehr erfolgt hauptsächlich mit Bussen, Minibussen oder Taxis.

  • Fahrkarten: Tickets für Busse oder Züge werden meist direkt vor Ort gekauft, häufig bar beim Fahrer oder am Schalter. Vorausbuchungen sind selten möglich.

  • Sonstiges: Für Reisende sind private Taxis oder Fahrdienste in der Regel die praktischste und sicherste Option. Der öffentliche Verkehr ist aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit und Sicherheitsrisiken nur eingeschränkt empfehlenswert.

Flugverkehr
  • Baghdad International Airport (BGW / ORBI), Bagdad: kein Direktflug aus der Schweiz vorhanden, Verbindungen meist via Städte wie Istanbul, Amman oder Doha

  • Erbil International Airport (EBL / ORER), Erbil: ähnlich, Flüge aus der Schweiz meist mit einem Zwischenstopp (z. B. via Istanbul oder Doha)

  • Basra International Airport (BSR / ORMM), Basra: ebenfalls keine Direktverbindungen aus der Schweiz, typischerweise über regionale Hubs

  • Al Najaf International Airport (NJF / ORNI), Najaf: wichtige internationale Anlaufstelle, oft via Gulf-Staaten

  • Sulaymaniyah International Airport (ISU / ORSU), Sulaymaniyah: regional wichtig, mit Verbindungen zu Mittleren Osten und gelegentlichen Flügen nach Europa

Im Irak operieren unter anderem Iraqi Airways, Fly Baghdad, Turkish Airlines, Qatar Airways, Royal Jordanian, Emirates, FlyDubai, EgyptAir und Lufthansa.

Telefonvorwahl für die Schweiz

00 41 (die Null der Schweizer-Netzgruppe weglassen).

Notrufnummern
  • Polizei: 104

  • Feuerwehr: 115

  • Ambulanz / Rettungsdienst: 122

Schweizer Botschaft / Konsulat

Schweizerische Botschaft im Irak
c/o Babylon Rotana Hotel
Location 915, Road 24
Al Abassi Street, Al Jadria
Baghdad
Iraq

Tel.: +964 787 576 0999

E-Mail: bagdad@eda.admin.ch

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Alle Angaben werden sorgfältig geprüft. Dennoch kann keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der Länderinformationen übernommen werden. Swiss Bankers kann für Fehler bzw. Unvollständigkeiten und dadurch eventuell eintretende Schäden nicht haftbar gemacht werden.

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