Draussen liegt Schnee, drinnen bleibt Zeit für das Wesentliche: ein langes Frühstück, ein gutes Buch und Stunden zu zweit. Ob im Baumhaus, in einer Kuppel mit Bergblick oder in einem Chalet mit privater Sauna – diese Winter Hideaways machen die Unterkunft selbst zum Reiseziel. Entdecken Sie zehn besondere Rückzugsorte in Europa, die kalte Tage mit Wärme, Ruhe und kleinen Abenteuern verbinden.
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Wie kleine Schneekugeln liegen die weissen Kuppeln von Whitepod am Hang oberhalb von Monthey im Wallis. Auf rund 1’400 Metern verbinden die geodätischen Pods das Gefühl, mitten in der Natur zu sein, mit dem Komfort eines Hotelzimmers. Durch die grosse Fensterfront wandert der Blick über das Tal, während der eigene Pelletofen für Wärme sorgt. Ein privates Badezimmer und eine Terrasse gehören ebenfalls dazu.
Schon das Ankommen stimmt auf die Auszeit ein: Von der Rezeption führt im Winter ein etwa 20-minütiger Fussweg zu den Kuppeln. Mit jedem Schritt bleiben Parkplatz und Alltag ein Stück weiter zurück. Ob Sie anschliessend noch einmal hinaus in die klare Bergluft gehen oder es sich gleich drinnen bequem machen, darf die Stimmung entscheiden. Besonders schön sind die Stunden vor Einbruch der Dunkelheit, wenn sich das Licht über den Bergen verändert und aus dem Pod ein warmer Beobachtungsposten wird.
Wo früher die Gondeln ankamen, verbringen heute Gäste ruhige Nächte hoch über Crans-Montana. Das Chetzeron liegt auf 2’112 Metern in einer ehemaligen Seilbahnstation. Beton, Stein und Eichenholz erinnern an die Geschichte des Gebäudes; grosse Fenster öffnen die Räume zur Walliser Bergwelt. Die Architektur lässt der Landschaft viel Platz – und macht selbst einen stillen Nachmittag im Hotel zu einem Erlebnis.
Im Winter locken die Pisten direkt vor der Tür. Für entspannte Stunden sorgt der beheizte Aussenpool: Während Dampf über dem warmen Wasser aufsteigt, schweift der Blick über die umliegenden Gipfel. Später passen ein Aperitif in der Lobby und ein gemeinsames Abendessen zum entspannten Tagesausklang.
Die besondere Lage verlangt etwas Planung: Im Winter erreichen Sie das Hotel mit der Gondelbahn und anschliessend zu Fuss oder auf Skiern; ein Transfer mit dem Pistenfahrzeug ist nach Voranmeldung möglich. Gerade diese Abgeschiedenheit macht den Reiz des Hauses aus und lässt den Alltag schon bei der Anreise in die Ferne rücken.
Die Fahrt hinauf ist bereits Teil der Erholung. Von Lana im italienischen Südtirol bringt Sie die Seilbahn auf das autofreie Vigiljoch, wo das Vigilius Mountain Resort auf rund 1’500 Metern zwischen Wäldern und Bergwiesen liegt. Eine Strasse zum Hotel gibt es nicht. Lärchenholz, Glas, Naturstein und Lehm prägen das von Matteo Thun entworfene Haus. Die klare, bewusst schlichte Gestaltung wirkt zeitlos elegant und lenkt den Blick immer wieder nach draussen.
Für gemeinsame Wintertage ergibt sich daraus ein angenehmer Wechsel: erst hinaus an die frische Bergluft, danach zurück in die Wärme des Aquiléia Spa. Pool, Whirlpool, Sauna und Dampfbad lassen Raum für einen langen Nachmittag ohne grosse Pläne.
Den Tag beschliesst ein gemeinsames Abendessen im Restaurant 1500. Hier verbinden sich regionale und saisonale Zutaten mit einer modernen, sorgfältig komponierten Küche – begleitet vom Blick auf die umliegende Berglandschaft.
Ein wenig erinnert es an ein gelandetes Raumschiff, ein wenig an einen Vogel: Das Ufogel in Nussdorf-Debant bei Lienz im österreichischen Osttirol steht auf Stelzen und ist über eine kleine Brücke erreichbar. Die ungewöhnliche Form macht neugierig. Im Inneren sorgt viel Holz für eine behagliche Atmosphäre. Vor der grossen Panoramascheibe lädt eine erhöhte Liegefläche dazu ein, sich mit einer Decke zurückzulehnen und den Blick auf die Osttiroler Berge zu geniessen.
Für Wärme sorgen Kaminofen und Fussbodenheizung, für entspannte Stunden eine private Sauna im Garten. Die Wohnküche lädt dazu ein, gemeinsam zu kochen und den Abend am eigenen Tisch zu verbringen. Gerade im Winter liegt der Reiz dieses Ferienhauses in den einfachen Abläufen: Kaffee aufsetzen, dem Wetter beim Wechseln zusehen, später etwas Warmes zubereiten. Wer zu zweit gerne für sich bleibt, findet hier eine besondere Alternative zum klassischen Hotelzimmer – mit viel Holz, eigenwilliger Architektur und einem Fenster, das den Fernsehabend mühelos ersetzt.
Ein knisterndes Feuer, eine eigene Sauna und ein warmes Bad unter freiem Himmel: Im Bergdorf Prechtlgut in Wagrain im österreichischen Salzburger Land wohnen Sie in einem eigenen Chalet mit Küche, Kamin und privatem Wellnessbereich. Zum Chalet gehört eine eigene Sauna; auf der Terrasse wartet ein Hot Tub. So können Sie die Wellnessstunden ganz für sich geniessen und den Abend anschliessend am Kamin verbringen.
Auch der Morgen kann ohne Eile beginnen: Das Frühstück wird zur gewünschten Zeit direkt ins Chalet serviert. Danach bleibt Raum für einen Spaziergang durch die Winterlandschaft oder einen ruhigen Tag im eigenen Ferienhaus. Für diese Adresse lohnt es sich, etwas mehr Zeit einzuplanen: Grundsätzlich sind die Chalets ab vier Nächten buchbar; kürzere Aufenthalte sind je nach Verfügbarkeit möglich. So bleibt Gelegenheit, sich im eigenen kleinen Winterzuhause einzurichten.
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Skandinavisches Design trifft auf die Landschaft des Elsass: Im 48° Nord verteilen sich kleine Holzhäuser über einen Hang oberhalb von Breitenbach. Die «Hytten» verbinden schlichte Formen mit natürlichen Materialien und öffnen sich mit grossen Glasflächen zur Umgebung. An grauen Wintertagen wirkt dieser Blick besonders schön: Wald, Tal und Himmel werden zum ruhigen Gegenüber, während man drinnen bei einer Tasse Tee zusammensitzt.
Für eine Auszeit mit eigenem Wellnessbereich eignen sich die Fjell-Hytten. Sie verfügen jeweils über eine eigene Sauna mit Aussicht; drei bieten zusätzlich einen privaten nordischen Badezuber. Wer darauf Wert legt, sollte die Ausstattung bei der Buchung gezielt auswählen. Zum Aufenthalt gehört auch die kulinarische Seite des Hauses: Im Restaurant stehen regionale Zutaten und Produkte aus biologischem Anbau im Mittelpunkt. So lässt sich der Tag zwischen einem Spaziergang, einem Saunagang und einem langen Abendessen verbringen – mit nordischem Wohngefühl und elsässischem Genuss.
Ein Baumhaus weckt die Lust, sich für eine Weile zurückzuziehen und die Welt von oben zu betrachten. Im Baumhaushotel Oberbayern in Jetzendorf übernachten Sie in gemütlichen Baumhäusern mit Doppelbett, eigenem Badezimmer und Heizung für kalte Tage. Von der Terrasse schweift der Blick über einen kleinen See. Ob mit oder ohne Schnee: Die Ruhe zwischen den Baumwipfeln lädt dazu ein, durchzuatmen und den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen.
Für Paare sind besonders die Baumhäuser 3 und 4 interessant. Beide sind für zwei Personen ausgelegt und verfügen über eine private Sauna sowie einen beheizten Outdoor-Whirlpool. Nach einem Spaziergang lässt sich der Nachmittag damit direkt am eigenen Baumhaus fortsetzen. Wenn die Luft kühler wird und sich die Äste dunkel gegen den Himmel abzeichnen, ist ein Bad im warmen Wasser ein schöner Abschluss. Hier verbindet sich die spielerische Idee vom Übernachten zwischen den Bäumen mit den Annehmlichkeiten einer kleinen Wellnessauszeit.
Im Treehotel bei Harads im schwedischen Lappland übernachten Sie in individuell gestalteten Baumzimmern mitten im Kiefernwald. Verschiedene Architekturbüros haben hier ihre Ideen vom Wohnen zwischen den Bäumen umgesetzt. Ein besonders schönes Beispiel für Paare ist der «Mirrorcube»: Die verspiegelte Fassade des würfelförmigen Baumzimmers reflektiert Wald und Himmel, sodass sich der Bau optisch in die Umgebung einfügt. Im Inneren warten ein Doppelbett und eine schlichte Einrichtung; ein versteckter Balkon ergänzt den Rückzugsort für zwei.
Ebenso fantasievoll sind die weiteren Baumzimmer: Das «Bird’s Nest» erinnert an ein übergrosses Vogelnest, das «UFO» an eine fliegende Untertasse zwischen den Bäumen. Die von zahlreichen Nistkästen umgebene «Biosphere» bietet wiederum eine eigene Sauna und ist ebenfalls für zwei Personen gestaltet. So wird schon die Wahl des Baumzimmers zu einem Teil der Vorfreude.
Verschneite Kiefern und das gedämpfte Winterlicht bilden den Rahmen für Spaziergänge und ruhige Stunden zu zweit. Am Abend führt der Weg ins Restaurant «Table by Treehotel» im historischen Gästehaus. Dort stehen regionale Zutaten und die Aromen des Nordens im Mittelpunkt – serviert als Drei-Gänge-Menü oder als fein komponiertes Degustationsmenü.
Manchmal beginnt ein schöner Wintertag damit, noch ein wenig unter der Decke zu bleiben. Im Arctic TreeHouse Hotel in Rovaniemi schauen Sie dabei vom Bett direkt in die verschneite Waldlandschaft. Die grossen Panoramafenster holen den lappländischen Winter ganz nah heran, während drinnen eine gemütliche Einrichtung zum Verweilen einlädt. Die rund 27 Quadratmeter grossen Arctic TreeHouse Suites verfügen über ein eigenes Badezimmer mit Regendusche und Fussbodenheizung. Bei einer Tasse Kaffee darf der Morgen hier gerne etwas länger dauern.
Später lockt die klare Winterluft nach draussen – zu einem Spaziergang zwischen den Bäumen oder einer Schneeschuhtour durch den stillen Wald. Danach ist Zeit, sich wieder einzukuscheln und zu beobachten, wie die Dämmerung die Landschaft verändert. Mit etwas Glück zeigen sich bei klarem Himmel sogar Nordlichter. Vielleicht erleben Sie das Leuchten über den Bäumen dann ganz gemütlich vom Bett aus – ein besonderer Moment, den Sie zu zweit teilen können.
Bei Alta in Nordnorwegen entsteht jeden Winter aufs Neue das Sorrisniva Igloo Hotel. Künstlerinnen und Künstler gestalten die Räume nach einem wechselnden Thema und arbeiten filigrane Skulpturen und Reliefs aus dem Eis. Besonders eindrücklich sind die individuell gestalteten Igloo Suites, in denen selbst das Bett aus Eis geformt ist. Auf dem Eisbett liegen eine isolierende Matratze und Rentierfelle, dazu erhalten Gäste einen speziellen Schlafsack für die arktische Nacht. Auch eine Eisbar gehört zum Hotel – ein ungewöhnlicher Ort, um gemeinsam auf das Winterabenteuer anzustossen.
Für ein gemeinsames Abendessen bietet sich das Lavvu Restaurant an, dessen Architektur an ein samisches Zelt erinnert. Die Küche greift die Aromen Nordnorwegens auf und verwendet Zutaten aus der Region – etwa Fisch, Wild und Beeren.
Fazit: Eine gelungene Auszeit zu zweit braucht einen Ort, an dem Sie sich beide wohlfühlen. Für die einen ist das ein Chalet mit privater Sauna, für die anderen ein Baumzimmer im Winterwald oder eine Nacht zwischen Eisskulpturen. Diese Winter Hideaways zeigen, wie unterschiedlich gemeinsame Ferientage aussehen können. Lassen Sie bei der Planung auch Platz für Spontanes: einen längeren Spaziergang, ein ausgedehntes Abendessen oder einen Nachmittag, an dem Sie einfach bleiben, wo Sie sind.