Ob auf Reisen, beim Online-Shopping, für die ersten eigenen Kartenzahlungen oder im Unternehmen: Prepaid-Kreditkarten sind vielseitig einsetzbar und helfen dabei, Ausgaben gezielt zu steuern. Doch wie funktionieren sie genau - und worin unterscheiden sie sich von Debit- und klassischen Kreditkarten? Wir erklären die wichtigsten Punkte.
Das Grundprinzip ist einfach: Bevor Sie damit bezahlen können, laden Sie zunächst Guthaben auf die Karte. Dieses Guthaben steht Ihnen anschliessend für Einkäufe, Online-Zahlungen oder Bargeldbezüge zur Verfügung. Laden Sie beispielsweise CHF 500 auf Ihre Prepaid-Kreditkarte und bezahlen damit einen Einkauf über CHF 80, verbleiben CHF 420 auf der Karte. Jede Zahlung wird direkt vom vorhandenen Guthaben abgezogen.
Damit unterscheidet sich die Prepaid-Kreditkarte in einem entscheidenden Punkt von einer klassischen Kreditkarte: Eine Prepaid-Kreditkarte gewährt keinen klassischen Kreditrahmen.
Die Zahlungen werden direkt vom zuvor aufgeladenen Guthaben abgezogen und müssen daher nicht zu einem späteren Zeitpunkt über eine Kreditkartenrechnung beglichen werden.
Beim Bezahlen selbst merken Sie davon kaum einen Unterschied. Je nach Karte können Sie mit einer Prepaid-Kreditkarte im Geschäft, online oder kontaktlos bezahlen und sie auch mit dem Smartphone oder der Smartwatch nutzen. Die Prepaid-Kreditkarten von Swiss Bankers funktionieren auf Guthabenbasis und sind nicht direkt mit einem Bankkonto verbunden. So lassen sich bestimmte Ausgaben – beispielsweise für Reisen oder Online-Einkäufe - getrennt vom alltäglichen Bankkonto verwalten.
Gut zu wissen: Wird das Guthaben knapp, kann die Prepaid-Kreditkarte wieder aufgeladen werden. Welche Auflademöglichkeiten und Limiten gelten, hängt von der jeweiligen Karte und dem Anbieter ab.
Prepaid-, Debit- und Kreditkarten sehen ähnlich aus und werden beim Bezahlen oft auf die gleiche Weise verwendet. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, woher das Geld für eine Zahlung kommt und wann es belastet wird.
Angenommen, Sie kaufen Kopfhörer für CHF 120:
Kurz zusammengefasst:
Der Begriff "Prepaid-Kreditkarte" kann deshalb zunächst etwas widersprüchlich wirken. Statt einen Kreditrahmen zu nutzen, bezahlen Sie mit zuvor aufgeladenem Guthaben. Welche Kartenart am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie Sie Ihre Ausgaben organisieren und wofür Sie die Karte einsetzen möchten.
Der entscheidende Vorteil einer Prepaid-Kreditkarte zeigt sich bereits vor dem Bezahlen: Sie legen selbst fest, wie viel Geld auf der Karte zur Verfügung steht. Statt die Ausgaben erst im Nachhinein zu sehen, bestimmen Sie Ihr Budget im Voraus.
Der eigentliche Vorteil des Prepaid-Prinzips liegt damit nicht darin, anders zu bezahlen, sondern darin, vorher festzulegen, wie viel Sie ausgeben möchten.
Eine Prepaid-Kreditkarte ist vor allem dann interessant, wenn Sie Ausgaben bewusst begrenzen oder bestimmte Budgets voneinander trennen möchten. Das kann in ganz unterschiedlichen Situationen sinnvoll sein.
Der entscheidende Punkt ist deshalb: Eine Prepaid-Kreditkarte muss andere Karten nicht ersetzen. Sie kann genauso gut als zusätzliche Karte für einen klar definierten Zweck dienen.
Das Prepaid-Prinzip ist unkompliziert, hat aber einige Besonderheiten. Vor allem bei Kautionen, Reservationen und Zahlungen im Ausland lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Prepaid-Kreditkarten verbinden flexible Einsatzmöglichkeiten mit der Kontrolle des Guthabenprinzips. Wer Wert auf einen bewussten Umgang mit Geld legt und gleichzeitig flexibel im Alltag, online oder auf Reisen bezahlen möchte, findet in der Prepaid-Kreditkarte eine praktische Ergänzung zu Debit- und Kreditkarten.