Camargue Rundreise: Die perfekte Route mit 10 unvergesslichen Stopps

Weite Salzwiesen, rosafarbene Flamingos, endlose Sandstrände und historische Städte machen die Camargue zu einer der faszinierendsten Regionen Südfrankreichs. Auf einer Rundreise durch die Camargue entdecken Sie die landschaftliche Vielfalt des Naturparks ebenso wie charmante Küstenorte und beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Diese Route führt Sie zu zehn abwechslungsreichen Stopps und zeigt, wie Sie die Camargue entspannt und in Ihrem eigenen Tempo erkunden können.

Foto: Die historische Stadt Arles gilt als idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch die Camargue.

1. Arles: Historischer Auftakt der Camargue-Rundreise

Arles ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch die Camargue. Die Stadt liegt am nördlichen Rand der Region und verbindet provenzalisches Lebensgefühl mit einer beeindruckenden Geschichte. Besonders sehenswert sind das römische Amphitheater, das antike Theater und die engen Gassen der Altstadt, in denen sich Cafés, kleine Boutiquen und historische Plätze abwechseln. Auch die Spuren Vincent van Goghs sind in Arles bis heute sichtbar: Der Künstler lebte hier eine Zeit lang und schuf zahlreiche Werke, die von der Stadt und ihrer Umgebung inspiriert sind. Viele seiner Gemälde hängen heute zwar in Museen weltweit, doch an verschiedenen Orten in Arles zeigen Tafeln die Motive seiner Bilder direkt vor Ort und machen seine Perspektiven im Stadtbild erlebbar.

Wer seine Camargue-Rundreise entspannt beginnen möchte, kann in Arles gut eine Nacht einplanen. Schön ist zum Beispiel ein Aufenthalt im Le Cloître, das zentral in der historischen Altstadt liegt und nur wenige Schritte von den Arenen und dem antiken Theater entfernt ist. Für ein erstes Abendessen passt Le Criquet gut zur Route: Das Restaurant liegt nahe beim antiken Theater und serviert provenzalische Küche mit regionalen Klassikern wie Fischsuppe, Aioli oder Gardianne de taureau.

 

Foto: Nur wenige Fahrminuten ausserhalb von Arles erhebt sich die eindrucksvolle Abbaye de Montmajour auf einem kleinen Hügel.

2. Abbaye de Montmajour: Romanik vor den Toren von Arles

Nur wenige Fahrminuten ausserhalb von Arles erhebt sich die Abbaye de Montmajour auf einem kleinen Hügel. Die ehemalige Benediktinerabtei zählt zu den eindrucksvollsten romanischen Bauwerken der Provence und wirkt mit ihren alten Mauern, stillen Innenhöfen und weiten Ausblicken fast zeitlos.

Der Stopp lässt sich wunderbar mit Arles verbinden und eignet sich besonders für alle, die historische Orte lieben, aber nicht zu viel Zeit verlieren möchten. Rund um die Abtei öffnet sich bereits die weite Landschaft, die den Übergang von der Provence in die Camargue spürbar macht. Für eine kurze Pause bietet sich ein Picknick mit regionalen Spezialitäten an, bevor die Rundreise weiter Richtung Süden führt.

 

Foto: Die vollständig erhaltene Stadtmauer macht Aigues-Mortes zu einem der eindrucksvollsten Orte am Rand der Camargue.

3. Aigues-Mortes: Mittelalterstadt zwischen Salzgärten

Aigues-Mortes liegt am westlichen Rand der Camargue und gehört zu den eindrucksvollsten Orten der Region. Schon von weitem prägt die vollständig erhaltene Stadtmauer das Bild. Innerhalb der Mauern erwarten Sie kleine Gassen, Plätze, Cafés und Geschäfte, die sich gut bei einem entspannten Spaziergang entdecken lassen.

Besonders schön ist der Rundgang über die Stadtmauer. Von oben reicht der Blick über die Altstadt, die umliegenden Lagunen und die weitläufigen Salinen, die je nach Licht in zarten Rosa-, Weiss- und Violetttönen schimmern. Auch ein Abstecher zu den Salzgärten lohnt sich, denn sie zeigen eine der charakteristischsten Landschaften der Camargue und bilden einen reizvollen Kontrast zur mittelalterlichen Stadt. Gerade dieses Zusammenspiel aus Geschichte, Wasserflächen und Salzlandschaft macht Aigues-Mortes zu einem der stimmungsvollsten Stopps einer Camargue-Rundreise.

Für eine Pause oder ein Abendessen eignet sich Le Dit Vin in der Altstadt. Wer hier übernachten möchte, findet mit Le Dit Vin Secret eine passende Unterkunft im historischen Zentrum.

 

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Foto: Der Parc ornithologique du Pont de Gau - wer die berühmten Flamingos der Camargue beobachten möchte, sollte diesen Stopp nicht verpassen.

4. Parc ornithologique du Pont de Gau: Flamingos erleben

Der Parc ornithologique du Pont de Gau ist einer der besten Orte, um Flamingos in der Camargue zu beobachten. Auf gut angelegten Wegen führen mehrere Rundgänge durch Schilf, Wasserflächen und Feuchtgebiete. Dabei lassen sich Flamingos, Reiher und viele weitere Vogelarten oft aus nächster Nähe erleben.

Besonders schön ist ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn das Licht weich über den Lagunen liegt. Der Park eignet sich auch für Reisende, die nur wenig Erfahrung mit Vogelbeobachtung haben, denn die Wege sind einfach zugänglich und die Tiere lassen sich häufig ohne lange Suche entdecken. Wer danach eine Pause einlegen möchte, fährt am besten weiter nach Saintes-Maries-de-la-Mer – dort gibt es eine grössere Auswahl an Restaurants und Cafés am Meer.

 

Foto: Saintes-Maries-de-la-Mer gilt als touristisches Zentrum der Camargue - hier treffen lange Sandstrände auf eine charmante Altstadt, kleine Boutiquen und eine lebendige Promenade.

5. Saintes-Maries-de-la-Mer: Küstenort im Herzen der Camargue

Saintes-Maries-de-la-Mer gilt als einer der bekanntesten Orte der Camargue. Der kleine Küstenort verbindet Strände, Promenade, Fischerhafen und Altstadt auf engem Raum und eignet sich gut für eine längere Pause während der Rundreise. Besonders sehenswert ist die befestigte Kirche Notre-Dame-de-la-Mer, von deren Dach sich ein weiter Blick über den Ort, das Meer und die umliegenden Lagunen eröffnet.

Auch kulinarisch lohnt sich ein Stopp: Für Austern, Muscheln und Meeresfrüchte ist La Cave à Huîtres eine schöne Adresse am Hafen. Wer etwas moderner und entspannter essen möchte, findet in der Umgebung von Promenade und Altstadt weitere Restaurants mit Fisch, Meeresfrüchten und regionalen Spezialitäten. Für eine Übernachtung passen Vila de la Mar im Ortszentrum oder das Hotel Casa Marina direkt in Strandnähe besonders gut, wenn Sie den Abend am Meer ausklingen lassen möchten.

 

Foto: Der Phare de la Gacholle liegt mitten im Naturpark und ist nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichbar.

6. Phare de la Gacholle: Naturwege zwischen Meer und Lagunen

Der Phare de la Gacholle liegt in einer der ursprünglichsten Landschaften der Camargue und ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Ausgangspunkt ist meist der Parkplatz an der Digue à la Mer, südöstlich von Saintes-Maries-de-la-Mer. Von dort führt ein flacher, gut erkennbarer Weg durch die weite Küsten- und Lagunenlandschaft bis zum Leuchtturm. Die Strecke beträgt rund 10 Kilometer hin und zurück. Zu Fuss sollten Sie insgesamt etwa 2 bis 3 Stunden reine Gehzeit einplanen, mit dem Fahrrad geht es entsprechend schneller. Da es unterwegs keine Cafés, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten gibt, sollten Sie ausreichend Wasser, Sonnenschutz und etwas Proviant mitnehmen.

Bei diesem Stopp liegt der besondere Reiz weniger im Ziel selbst als im Unterwegssein. Die Route führt zwischen Mittelmeer, Salzwiesen, Lagunen und stillen Wasserflächen hindurch. Je nach Jahreszeit und Wasserstand lassen sich Flamingos, Reiher, andere Wasservögel und mit etwas Glück auch Camargue-Pferde oder schwarze Stiere beobachten. Die Landschaft wirkt offen, winddurchzogen und fast unberührt – ein Ort, an dem die Weite der Camargue besonders spürbar wird. Am Leuchtturm angekommen, lohnt sich eine kurze Pause, um die Stille und Abgeschiedenheit dieses besonderen Naturortes auf sich wirken zu lassen.

 

Foto: Der Étang de Vaccarès ist der grösste See der Camargue und prägt das Landschaftsbild des Naturparks.

7. Étang de Vaccarès: Das stille Naturherz der Camargue

Der Étang de Vaccarès ist der grösste See der Camargue und prägt das Landschaftsbild des Naturparks. Rund um den See zeigt sich die Region besonders weit und ruhig: Schilf, Lagunen, Wasserflächen und offene Horizonte bestimmen das Bild. Für viele Reisende ist genau diese stille Landschaft der eigentliche Zauber der Camargue.

Ein guter Ausgangspunkt ist La Capelière, die Maison de la Réserve et du Vaccarès am Rand des Sees. Dort erhalten Sie einen ersten Einblick in die geschützte Natur der Camargue und können einen kurzen Naturpfad mit Beobachtungsstellen erkunden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann anschliessend der Route entlang des östlichen Ufers folgen und immer wieder anhalten, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Dieser Stopp eignet sich weniger für ein klassisches Besichtigungsprogramm, sondern vielmehr für ruhige Pausen, Naturbeobachtungen und Fotomomente.

Wenn Sie diesen Teil der Camargue mit einem besonderen kulinarischen Erlebnis verbinden möchten, ist La Chassagnette eine ausgezeichnete Adresse: Das Restaurant liegt in der Camargue bei Arles, ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und arbeitet stark mit saisonalen Zutaten aus dem eigenen Garten. Für eine ruhige Übernachtung im Naturraum passt Mas de Peint, ein stilvolles Boutiquehotel auf einem weitläufigen Anwesen mit Pferden, Stieren und viel Camargue-Atmosphäre.

 

Foto: Salin-de-Giraud zeigt eine andere, fast raue Seite der Camargue. Die weissen Salzberge, rosafarbenen Wasserflächen und die industrielle Vergangenheit verleihen dem Ort einen einzigartigen Charakter.

8. Salin-de-Giraud: Salzlandschaften und weite Horizonte

Salin-de-Giraud ist seit über hundert Jahren eng mit der Salzgewinnung verbunden und zählt bis heute zu den wichtigsten Salzregionen der Camargue. In den weitläufigen Salinen wird Meerwasser durch ein System aus Becken geleitet. Sonne und Wind lassen das Wasser nach und nach verdunsten, bis das Salz schliesslich kristallisiert und geerntet werden kann.

Besonders faszinierend sind die leuchtenden Rosa-, Orange- und Violetttöne der Wasserflächen. Sie entstehen durch die Mikroalge Dunaliella salina, die in dem stark salzhaltigen Wasser lebt. Sie verleiht nicht nur den Salinen ihre aussergewöhnlichen Farben, sondern bildet auch die Nahrungsgrundlage für kleine Salinenkrebse, von denen sich wiederum die berühmten Flamingos der Camargue ernähren – und denen sie letztlich auch ihre rosafarbene Färbung verdanken. Je nach Jahreszeit, Sonneneinstrahlung und Salzgehalt verändern sich die Farben der Becken, sodass sich immer wieder neue Fotomotive ergeben.

Gerade dieser Kontrast macht Salin-de-Giraud so besonders. Nach den historischen Städten, den Lagunen und den Küstenorten wirkt die Landschaft fast surreal und unterscheidet sich deutlich von den übrigen Stopps der Rundreise. Wer fotografiert oder ungewöhnliche Naturphänomene liebt, sollte hier unbedingt etwas mehr Zeit einplanen. 

 

Foto: Die Plage de Piémanson liegt südlich von Salin-de-Giraud und gehört zu den eindrucksvollsten Naturstränden der Camargue.

9. Plage de Piémanson: Weiter Naturstrand am Mittelmeer

Südlich von Salin-de-Giraud liegt die Plage de Piémanson, einer der eindrucksvollsten Naturstrände der Camargue. Der Strand ist weit, offen und unverbaut. Statt Strandbars und Promenade erwarten Sie hier Sand, Wind, Horizont und das Gefühl, am Rand einer sehr ursprünglichen Landschaft angekommen zu sein. Gerade nach den Salinen von Salin-de-Giraud wirkt dieser Stopp wie ein weiter, ruhiger Übergang ans Meer.

Die Plage de Piémanson eignet sich besonders für lange Spaziergänge, stille Pausen und ein Picknick direkt am Strand. Wer die wilde Seite des Mittelmeers erleben möchte, findet hier viel Raum, Licht und Weite – besonders schön am späten Nachmittag, wenn die Farben weicher werden und die Landschaft fast endlos wirkt. Für den Besuch sollten Sie ausreichend Wasser, Sonnenschutz und Proviant mitnehmen, da es direkt am Strand keine Cafés oder Restaurants gibt.

 

Foto: Zum Abschluss der Rundreise erwartet Sie eines der schönsten Naturreservate der Camargue - das Naturreservat Domaine de la Palissade

10. Domaine de la Palissade: Naturreservat zum Ausklang

Die Domaine de la Palissade ist ein ruhiger und sehr passender Abschluss für eine Camargue-Rundreise. Das Naturreservat liegt in einer besonders ursprünglichen Landschaft zwischen Rhône, Feuchtgebieten und offenen Flächen. Auf markierten Wegen lassen sich verschiedene Bereiche des Reservats erkunden – von Wasserläufen und Schilfzonen bis zu weiten Ebenen, auf denen die Camargue noch einmal besonders wild und unberührt wirkt.

Mit etwas Glück begegnen Ihnen hier auch die berühmten Camargue-Pferde, die zu den bekanntesten Symbolen der Gegend zählen. Die robusten, meist weissen Pferde leben seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit der Landschaft der Camargue und werden traditionell von den Gardians, den Reitern der Region, gehalten. Gemeinsam mit schwarzen Stieren, Flamingos und zahlreichen Wasservögeln prägen sie das besondere Bild dieses Naturraums. Gerade in der Domaine de la Palissade lässt sich diese stille, naturnahe Seite der Camargue noch einmal sehr schön erleben.

Die Domaine de la Palissade eignet sich gut, um die Eindrücke der Rundreise in Ruhe ausklingen zu lassen. Danach können Sie Ihre Reise in Arles beenden, noch einmal ans Meer nach Saintes-Maries-de-la-Mer fahren oder weiter Richtung Montpellier reisen. Von Arles erreichen Sie Montpellier mit dem Auto in etwa einer Stunde – ideal, wenn Sie Ihre Camargue-Rundreise mit einer lebendigen Stadt, mediterraner Architektur und weiteren Ausflügen entlang der Küste verbinden möchten.

Fazit: Eine Rundreise durch die Camargue verbindet beeindruckende Natur, geschichtsträchtige Städte und mediterranes Lebensgefühl auf einzigartige Weise. Von den römischen Bauwerken in Arles über Flamingos und Wildpferde bis hin zu endlosen Sandstränden erleben Sie die Region in all ihren Facetten. Mit diesen zehn Stopps entdecken Sie die schönsten Seiten der Camargue und schaffen die perfekte Grundlage für eine unvergessliche Reise durch Südfrankreich.