Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Benützung von Zahlungsmitteln der Swiss Bankers Prepaid Services AG

1. Vertragsparteien. Mit der Bestellung eines von der Swiss Bankers Prepaid Services AG (nachfolgend «SBPS» genannt) herausgegebenen

Zahlungsmittels (nachfolgend «Karte» genannt) tritt der Karteninhaber (bei natürlichen Personen) oder das bestellende Unternehmen (bei juristischen Personen) in ein vertragliches Verhältnis mit SBPS und akzeptiert die nachfolgenden AGB. Damit verpflichtet sich der Karteninhaber bzw. das bestellende Unternehmen, die App «My Card» oder das Kundenkonto unter www.swissbankers.ch zu aktivieren. Unter den Begriff «Karte» fallen auch digitale Zahlungsmittel (z. B. Smartphone, Smartwatch, digitales Armband).

2. Wirtschaftliche Berechtigung. Mit der Benutzung der Karte bestätigt der Karteninhaber, dass er alleiniger wirtschaftlich Berechtigter an den auf der Karte gehaltenen Vermögenswerten ist.

3. Kartenladung. Der Karteninhaber oder weitere Personen können Geldbeträge auf die Karte bzw. auf das entsprechende Kartenkonto laden. Die SBPS behält sich vor, den Kreis dieser Personen zu beschränken.

4. Kartenkonto- und Ladelimiten. Das Kartenkonto wird von der SBPS in der Kartenwährung geführt. Jedes Kartenkonto hat eine Kartenkonto-und eine Ladelimite, welche sich nach dem Produkt und den anwendbaren Sorgfaltspflichten richten und auf der Website von SBPS (www.swissbankers.ch) eingesehen werden können. SBPS und ihre Vertriebspartner behalten sich vor, den maximalen Kartensaldo und den maximalen Betrag, der während einer gewissen Zeitdauer pro Karte geladen oder genutzt werden darf, zu beschränken.

5. Maximale Anzahl Karten. SBPS und ihre Vertriebspartner behalten sich vor, die Anzahl Karten pro natürliche oder juristische Person zu begrenzen.

6. Transaktionsübersicht. Der Karteninhaber kann jederzeit sein Kartenkonto online unter www.swissbankers.ch, via App «My Card» oder telefonisch beim Kundenservice der SBPS überprüfen.

7. Auskunftspflichten. Sofern SBPS Auskunftsbedarf aufgrund von gesetzlichen oder regulatorischen Verpflichtungen hat, erklärt sich der Karteninhaber bereit, entsprechenden Nachfragen unmittelbar Folge zu leisten.

8. PIN-Code. Dem Karteninhaber wird von SBPS oder der Ausgabestelle zu jeder Karte ein PIN-Code abgegeben oder zugestellt. Der Karteninhaber ist verpflichtet, den PIN-Code unmittelbar nach Erhalt zu ändern.

9. Akzeptanz der Karte. Bargeld beziehen oder bargeldlos zahlen kann der Karteninhaber ausschliesslich an Geldausgabeautomaten und Kassen mit dem Mastercard®-Logo oder im Internet bei Onlineshops, die Mastercard-Karten akzeptieren. Die Einsatzmöglichkeiten der Karte können von SBPS jederzeit angepasst werden. SBPS übernimmt keine Haftung, falls eine der genannten Stellen die Karte aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert oder die Karte infolge einer Beschränkung der Bezugslimite nicht verwendet werden kann.

10. Sorgfaltspflichten. Beim Umgang mit der Karte gelten für den Karteninhaber insbesondere die folgenden Sorgfaltspflichten.
a) Unterzeichnung: Der Karteninhaber ist verpflichtet, die Karte unmittelbar nach Erhalt mit dokumentenechtem Stift an der dafür vorgesehenen Stelle zu unterzeichnen.
b) Aufbewahrung: Die Karte ist besonders sorgfältig, wie Bargeld, aufzubewahren. Im Fall einer vom Karteninhaber beantragten Ausstellung einer Ersatzkarte kann SBPS dem Karteninhaber eine Gebühr verrechnen.
c) Geheimhaltung: Der PIN-Code und weitere Legitimationsmittel sind geheim zu halten. Sie dürfen nicht auf der Karte vermerkt, anderweitig aufgeschrieben oder elektronisch gespeichert werden. Sie dürfen anderen Personen nicht weitergegeben werden.
d) Verbot der Weitergabe: Der Karteninhaber darf weder die Karte noch die Kartendaten, den PIN-Code oder weitere Legitimationsmittel ausleihen bzw. weitergeben oder Dritten auf andere Art zugänglich machen.
e) Änderung des PIN-Codes und weitere Legitimationsmittel: Geänderte PIN-Codes und weitere Legitimationsmittel dürfen nicht aus leicht ermittelbaren Kombinationen (Telefonnummer, Geburtsdatum, Autokennzeichen usw.) bestehen.
f) Meldung bei Missbrauchsverdacht oder Verlust: Bei Missbrauchsverdacht oder Verlust der Karte, des PIN-Codes oder weiterer Legitimationsmittel ist SBPS unverzüglich zwecks Kartensperrung zu benachrichtigen. Bei Verdacht auf strafbare Handlungen ist unverzüglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
g) Einhaltung aller gesetzlicher Vorschriften: Der Karteninhaber ist für die Einhaltung der auf ihn anwendbaren gesetzlichen Vorschriften (einschliesslich Steuergesetze) verantwortlich und hält solche gesetzlichen Vorschriften jederzeit ein. Er verwendet die Karte nur für legale Zwecke und Transaktionen.
h) Kartengutschriften aus unbekannter Quelle: Der Karteninhaber verpflichtet sich, Gutschriften auf seiner Karte, deren Grund und/ oder Herkunft er nicht kennt, SBPS unverzüglich zu melden.
i) Änderungen der Personalien, der Kontaktdaten und/oder der wirtschaftlichen Berechtigung sind SBPS umgehend schriftlich mitzuteilen.

11. Legitimation, Belastung und Risikotragung. Jede Person, die sich durch kontaktlose Verwendung der Karte mittels Vorbeiführen im Nahbereich eines entsprechenden Geräts, durch Verwendung der Karte und Eintippen des dazu passenden PIN-Codes in ein hierfür eingerichtetes Gerät, im Internet durch Eingabe des Namens des Karteninhabers, der Kartennummer, des Verfalldatums der Karte, des auf der Rückseite der Karte angegebenen CVC-Codes sowie des Mastercard SecureCodes / Identity Checks oder mittels Unterschrift legitimiert, gilt gegenüber SBPS als berechtigt, die Karte zu verwenden. Dies gilt auch, wenn es sich bei dieser Person nicht um den Karteninhaber gemäss Ziffer 1 handelt. Dementsprechend ist SBPS berechtigt, den Betrag der so getätigten und elektronisch registrierten Transaktion dem Kartenkonto zu belasten. Durch die Auslösung einer Transaktion anerkennt der Karteninhaber die ausgewiesene Forderung der Akzeptanzstelle (z. B. Onlinehändler). Allfällige Streitigkeiten bezüglich Unstimmigkeiten und Beanstandungen von Waren oder Dienstleistungen sowie Ansprüche daraus sind vom Karteninhaber direkt mit der jeweiligen Akzeptanzstelle (z. B. Onlinehändler) zu regeln und schriftlich festzuhalten.

12. Schadenübernahme bei Nichtverschulden. Ein Schaden aus missbräuchlicher Verwendung der Karte durch Dritte ist SBPS unverzüglich bei Entdeckung, spätestens aber innert 30 Tagen nach Transaktionsdatum unter schriftlicher Beanstandung der fraglichen Transaktion(en) zu melden. Unter der Voraussetzung, dass der Karteninhaber die Bedingungen für die Benützung der Karte in allen Teilen eingehalten hat (insbesondere Sorgfaltspflichten gemäss Ziffer 10) und ihn auch sonst kein Verschulden trifft, übernimmt SBPS den Schaden aus der missbräuchlichen Verwendung der Karte. Mit der Entgegennahme der Entschädigung tritt der Karteninhaber seine Forderungen aus dem Schadenfall an SBPS ab.

13. Haftung des Karteninhabers. Entstehen SBPS Schäden aufgrund von Pflichtverletzungen durch den Karteninhaber, behält SBPS sich vor, den betreffenden Karteninhaber dafür haftbar zu machen und dessen Kartenkonto direkt zu belasten. Bei Unterschreitung des Kartenguthabens ist der Karteninhaber verpflichtet, seinen Negativsaldo inklusive aufgelaufener Gebühren innert 30 Tagen durch eine Kartenaufladung auszugleichen. Bei Ausbleiben einer entsprechenden Ausgleichszahlung hat SBPS das Recht, den offenen Betrag zur sofortigen Zahlung einzufordern und die Karte zu sperren. Allfällige Mahn- und Inkassogebühren gehen zulasten des Karteninhabers.

14. Gebühren. Für die Verarbeitung der mit der Karte getätigten Transaktionen sowie für die von SBPS erbrachten Serviceleistungen kann SBPS bei der Ladung der Karte oder dem Kartenkonto Gebühren belasten. Weiter ist SBPS auch berechtigt, allfällige Gebühren zu belasten, die von den Betreibern der Geldausgabeautomaten oder anderen in den Zahlungsvorgang involvierten Parteien erhoben werden. Die SBPS bekannten von diesen Partnern erhobenen Gebühren werden auf der Website von SBPS (www.swissbankers.ch) publiziert. Abweichende Gebührensätze aufgrund von Vorgaben seitens der Verkaufsstelle, bei der die Karte bezogen wurde, bleiben vorbehalten und können bei dieser erfragt werden.

15. Transaktionen in einer anderen Währung. In Ländern mit einer anderen Währung als der Währung des Kartenkontos erfolgen die Transaktionen in der lokalen Währung. Bei der Umrechnung kommt der Wechselkurs der SBPS zur Anwendung.

16. Technische Störungen und Betriebsausfälle. Aus technischen Störungen und Betriebsausfällen, die den Einsatz der Karte einschränken oder ausschliessen, entsteht dem Karteninhaber kein Anspruch auf Schadenersatz.

17. Sperren. SBPS sperrt die Karte, wenn der Karteninhaber dies ausdrücklich bei SBPS verlangt, den Verlust der Karte und/oder des PIN-Codes und/oder weiterer Legitimationsmittel meldet oder dies zum Schutz des Karteninhabers angezeigt ist. SBPS behält sich darüber hinaus vor, eine Karte jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu sperren. Für Einsätze der Karte vor dem Wirksamwerden der Sperrung ist SBPS berechtigt, das Kartenkonto zu belasten. Für Schäden, die dem Karteninhaber aufgrund einer erfolgten Sperrung entstehen, übernimmt die SBPS keine Haftung.

18. Kontodaten und Informationen. SBPS übernimmt keinerlei Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen und Angaben, die z. B. an Automaten, über Internet oder über die App «My Card» abgefragt werden können.

19. Kartengültigkeit. Die Gültigkeitsdauer ist auf der Karte ersichtlich. Nach Ablauf der Gültigkeit geht das Kartenguthaben nicht verloren. SBPS hat das Recht, das Kartenguthaben vor Ablauf der Kartengültigkeit auf eine neue Karte zu übertragen und diese dem Karteninhaber zur Verfügung zu stellen. Auf Antrag des Karteninhabers kann das Kartenguthaben darüber hinaus auf eine andere SBPS-Karte übertragen oder gegen Gebühr auf ein vom Karteninhaber zu bezeichnendes Konto überwiesen werden. Sofern die Karte während einer mehrjährigen Zeitdauer nicht benutzt wurde und das Kartenkonto den Mindestsaldo unterschreitet, behält sich SBPS vor, auf einen Kartenersatz zu verzichten und stattdessen dem Kartenkonto eine jährliche Bearbeitungsgebühr zu belasten.

20. Datenschutz. Durch Nutzung der Dienste der SBPS erklärt sich der Karteninhaber mit dem Folgenden einverstanden.

  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können innerhalb der SBPS-Gruppe bearbeitet und weitergegeben werden.
  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können mit der Verkaufsstelle, bei der die Karte bezogen wurde, ausgetauscht werden.
  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können für operative Abklärungen (z. B. Rückforderungsbegehren aufgrund einer Transaktionsbeanstandung) mit involvierten Parteien ausgetauscht werden.
  • Personenbezogene Daten können zu Verarbeitungszwecken ins Ausland transferiert werden, wobei bei Ländern ohne einen mit der Schweiz vergleichbaren Datenschutz SBPS den Datenschutz durch vertragliche Garantien sicherstellen wird.

Der Karteninhaber erklärt mit der Kenntnisnahme dieser AGB, dass er das separate Datenschutz-Informationsblatt (auch abrufbar unter www.swissbankers.ch) zur Kenntnis genommen hat.

Der Karteninhaber stimmt zu, dass SBPS verhaltensbezogene Daten die keine unmittelbaren Rückschlüsse auf seine Person zulassen, für Marketingzwecke und zur Marktforschung, insbesondere zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Kartenbeziehung, dem Karteneinsatz oder mit Neben-/ Zusatzleistungen, bearbeiten kann.

Der Karteninhaber stimmt zu, dass seine Verwendung der Karte (z. B. E-Commerce) zu einem Austausch und einer Speicherung der Daten zu seiner Person, seinen Kartentransaktionen und seinem Kartensaldo im In- und Ausland führen kann, welche dem Zugriff und der Kontrolle durch SBPS entzogen sind.

21. Auslagerung von Geschäftsbereichen und Dienstleistungen. SBPS kann im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und gemäss den aufsichtsrechtlichen Vorgaben einzelne Geschäftsbereiche und Dienstleistungen (z. B. Betrieb von Informatiksystemen) an Dienstleister im In- und Ausland auslagern. In diesem Zusammenhang können Daten über den Karteninhaber, dessen Kartentransaktionen und dessen Kartensaldo an den entsprechenden Dienstleister gelangen, was der Karteninhaber hiermit zur Kenntnis nimmt und akzeptiert.

22. Nachrichtenlosigkeit. Die SBPS ist berechtigt, im Fall der Nachrichtenlosigkeit Daten über den Karteninhaber und dessen Kartensaldo an die zuständigen Stellen weiterzugeben. Müssen im Zusammenhang mit der Nachrichtenlosigkeit besondere Nachforschungen durchgeführt werden, ist die SBPS berechtigt, dem Kartenkonto die anfallenden Kosten, insbesondere die Nachforschungsgebühren, zu belasten.

23. Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. SBPS behält sich vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit zu ändern. Änderungen der AGB werden über die App «My Card» und unter www.swissbankers.ch kommuniziert und sind dort jederzeit abrufbar.

24. Beendigung der Geschäftsbeziehung. Das Vertragsverhältnis endet, wenn

  • der Karteninhaber oder SBPS das Vertragsverhältnis gekündigt hat und die Saldierung sämtlicher Karten des Karteninhabers abgeschlossen ist;
  • alle Karten eines Karteninhabers nach Ablauf der Gültigkeitsdauer keine Guthaben mehr aufweisen.

SBPS kann das Vertragsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen.

25. Anwendbares Recht und Gerichtsstand. Alle Rechtsbeziehungen mit SBPS unterstehen dem schweizerischen Recht. Gerichtsstand ist Bern.

Die aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen können unter
www.swissbankers.ch eingesehen werden.

Swiss Bankers Prepaid Services AG
Kramgasse 4, 3506 Grosshöchstetten, Switzerland
+41 31 710 12 15, info@swissbankers.ch, swissbankers.ch

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Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Benützung von Zahlungs- mitteln der Swiss Bankers Prepaid Services (Liechtenstein) AG

1. Vertragsparteien. Mit der Bestellung eines von der Swiss Bankers Prepaid Services (Liechtenstein) AG (nachfolgend «SBPS» genannt) herausgegebenen Zahlungsmittels (nachfolgend «Karte» genannt) tritt der Karteninhaber (bei natürlichen Personen) oder das bestellende Unternehmen (bei juristischen Personen) in ein vertragliches Verhältnis mit SBPS und akzeptiert die nachfolgenden AGB. Damit verpflichtet sich der Karteninhaber bzw. das bestellende Unternehmen, die App «My Card» oder das Kundenkonto unter www.swissbankers.li zu aktivieren. Unter den Begriff «Karte» fallen auch digitale Zahlungsmittel (z. B. Smartphone, Smartwatch, digitales Armband).

2. Wirtschaftliche Berechtigung. Mit der Benutzung der Karte bestätigt der Karteninhaber, dass er alleiniger wirtschaftlich Berechtigter an den auf der Karte gehaltenen Vermögenswerten ist.

3. Kartenladung. Der Karteninhaber oder weitere Personen können Geldbeträge auf die Karte bzw. auf das entsprechende Kartenkonto laden. Die SBPS behält sich vor, den Kreis dieser Personen zu beschränken.

4. Kartenkonto- und Ladelimiten. Das Kartenkonto wird von der SBPS in der Kartenwährung geführt. Jedes Kartenkonto hat eine Kartenkonto- und eine Ladelimite, welche sich nach dem Produkt und den anwendbaren Sorgfaltspflichten richten und auf der Website von SBPS (www.swissbankers.li) eingesehen werden können. SBPS und ihre Vertriebspartner behalten sich vor, den maximalen Kartensaldo und den maximalen Betrag, der während einer gewissen Zeitdauer pro Karte geladen oder genutzt werden darf, zu beschränken.

5. Maximale Anzahl Karten. SBPS und ihre Vertriebspartner behalten sich vor, die Anzahl Karten pro natürliche oder juristische Person zu begrenzen.

6. Transaktionsübersicht. Der Karteninhaber kann jederzeit sein Kartenkonto online unter www.swissbankers.li, via App «My Card» oder telefonisch beim Kundenservice der SBPS überprüfen.

7. Auskunftspflichten. Sofern SBPS Auskunftsbedarf aufgrund von gesetzlichen oder regulatorischen Verpflichtungen hat, erklärt sich der Karteninhaber bereit, entsprechenden Nachfragen unmittelbar Folge zu leisten.

8. PIN-Code. Dem Karteninhaber wird von SBPS oder der Ausgabestelle zu jeder Karte ein PIN-Code abgegeben oder zugestellt. Der Karteninhaber ist verpflichtet, den PIN-Code unmittelbar nach Erhalt zu ändern.

9. Akzeptanz der Karte. Bargeld beziehen oder bargeldlos zahlen kann der Karteninhaber ausschliesslich an Geldausgabeautomaten und Kassen mit dem Mastercard®-Logo oder im Internet bei Onlineshops, die Mastercard-Karten akzeptieren. Die Einsatzmöglichkeiten der Karte können von SBPS jederzeit angepasst werden. SBPS übernimmt keine Haftung, falls eine der genannten Stellen die Karte aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert oder die Karte infolge einer Beschränkung der Bezugslimite nicht verwendet werden kann.

10. Sorgfaltspflichten. Beim Umgang mit der Karte gelten für den Karteninhaber insbesondere die folgenden Sorgfaltspflichten.
a) Unterzeichnung: Der Karteninhaber ist verpflichtet, die Karte unmittelbar nach Erhalt mit dokumentenechtem Stift an der dafür vorgesehenen Stelle zu unterzeichnen.
b) Aufbewahrung: Die Karte ist besonders sorgfältig, wie Bargeld, aufzubewahren. Im Fall einer vom Karteninhaber beantragten Ausstellung einer Ersatzkarte kann SBPS dem Karteninhaber eine Gebühr verrechnen.
c) Geheimhaltung: Der PIN-Code und weitere Legitimationsmittel sind geheim zu halten. Sie dürfen nicht auf der Karte vermerkt, anderweitig aufgeschrieben oder elektronisch gespeichert werden. Sie dürfen anderen Personen nicht weitergegeben werden.
d) Verbot der Weitergabe: Der Karteninhaber darf weder die Karte noch die Kartendaten, den PIN-Code oder weitere Legitimationsmittel ausleihen bzw. weitergeben oder Dritten auf andere Art zugänglich machen.
e) Änderung des PIN-Codes und weitere Legitimationsmittel: Geänderte PIN-Codes und weitere Legitimationsmittel dürfen nicht aus leicht ermittelbaren Kombinationen (Telefonnummer, Geburtsdatum, Autokennzeichen usw.) bestehen.
f) Meldung bei Missbrauchsverdacht oder Verlust: Bei Missbrauchsverdacht oder Verlust der Karte, des PIN-Codes oder weiterer Legitimationsmittel ist SBPS unverzüglich zwecks Kartensperrung zu benachrichtigen. Bei Verdacht auf strafbare Handlungen ist unverzüglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
g) Einhaltung aller gesetzlicher Vorschriften: Der Karteninhaber ist für die Einhaltung der auf ihn anwendbaren gesetzlichen Vorschriften (einschliesslich Steuergesetze) verantwortlich und hält solche gesetzlichen Vorschriften jederzeit ein. Er verwendet die Karte nur für legale Zwecke und Transaktionen.
h) Kartengutschriften aus unbekannter Quelle: Der Karteninhaber verpflichtet sich, Gutschriften auf seiner Karte, deren Grund und/ oder Herkunft er nicht kennt, SBPS unverzüglich zu melden.
i) Änderungen der Personalien, der Kontaktdaten und/oder der wirtschaftlichen Berechtigung sind SBPS umgehend schriftlich mitzuteilen.

11. Legitimation, Belastung und Risikotragung. Jede Person, die sich durch kontaktlose Verwendung der Karte mittels Vorbeiführen im Nahbereich eines entsprechenden Geräts, durch Verwendung der Karte und Eintippen des dazu passenden PIN-Codes in ein hierfür eingerichtetes Gerät, im Internet durch Eingabe des Namens des Karteninhabers, der Kartennummer, des Verfalldatums der Karte, des auf der Rückseite der Karte angegebenen CVC-Codes sowie des Mastercard SecureCodes / Identity Checks oder mittels Unterschrift legitimiert, gilt gegenüber SBPS als berechtigt, die Karte zu verwenden. Dies gilt auch, wenn es sich bei dieser Person nicht um den Karteninhaber gemäss Ziffer 1 handelt. Dementsprechend ist SBPS berechtigt, den Betrag der so getätigten und elektronisch registrierten Transaktion dem Kartenkonto zu belasten. Durch die Auslösung einer Transaktion anerkennt der Karteninhaber die ausgewiesene Forderung der Akzeptanzstelle (z. B. Onlinehändler). Allfällige Streitigkeiten bezüglich Unstimmigkeiten und Beanstandungen von Waren oder Dienstleistungen sowie Ansprüche daraus sind vom Karteninhaber direkt mit der jeweiligen Akzeptanzstelle (z. B. Onlinehändler) zu regeln und schriftlich festzuhalten.

12. Schadenübernahme bei Nichtverschulden. Ein Schaden aus missbräuchlicher Verwendung der Karte durch Dritte ist SBPS unverzüglich bei Entdeckung, spätestens aber innert 30 Tagen nach Transaktionsdatum unter schriftlicher Beanstandung der fraglichen Transaktion(en) zu melden. Unter der Voraussetzung, dass der Karteninhaber die Bedingungen für die Benützung der Karte in allen Teilen eingehalten hat (insbesondere Sorgfaltspflichten gemäss Ziffer 10) und ihn auch sonst kein Verschulden trifft, übernimmt SBPS den Schaden aus der missbräuchlichen Verwendung der Karte. Mit der Entgegennahme der Entschädigung tritt der Karteninhaber seine Forderungen aus dem Schadenfall an SBPS ab.

13. Haftung des Karteninhabers. Entstehen SBPS Schäden aufgrund von Pflichtverletzungen durch den Karteninhaber, behält SBPS sich vor, den betreffenden Karteninhaber dafür haftbar zu machen und dessen Kartenkonto direkt zu belasten. Bei Unterschreitung des Kartenguthabens ist der Karteninhaber verpflichtet, seinen Negativsaldo inklusive aufgelaufener Gebühren innert 30 Tagen durch eine Kartenaufladung auszugleichen. Bei Ausbleiben einer entsprechenden Ausgleichszahlung hat SBPS das Recht, den offenen Betrag zur sofortigen Zahlung einzufordern und die Karte zu sperren. Allfällige Mahn- und Inkassogebühren gehen zulasten des Karteninhabers.

14. Gebühren. Für die Verarbeitung der mit der Karte getätigten Transaktionen sowie für die von SBPS erbrachten Serviceleistungen kann SBPS bei der Ladung der Karte oder dem Kartenkonto Gebühren belasten. Weiter ist SBPS auch berechtigt, allfällige Gebühren zu belasten, die von den Betreibern der Geldausgabeautomaten oder anderen in den Zahlungsvorgang involvierten Parteien erhoben werden. Die SBPS bekannten von diesen Partnern erhobenen Gebühren werden auf der Website von SBPS (www.swissbankers.li) publiziert. Abweichende Gebührensätze aufgrund von Vorgaben seitens der Verkaufsstelle, bei der die Karte bezogen wurde, bleiben vorbehalten und können bei dieser erfragt werden.

15. Transaktionen in einer anderen Währung. In Ländern mit einer anderen Währung als der Währung des Kartenkontos erfolgen die Transaktionen in der lokalen Währung. Bei der Umrechnung kommt der Wechselkurs von SBPS zur Anwendung.

16. Technische Störungen und Betriebsausfälle. Aus technischen Störungen und Betriebsausfällen, die den Einsatz der Karte einschränken oder ausschliessen, entsteht dem Karteninhaber kein Anspruch auf Schadenersatz.

17. Sperren. SBPS sperrt die Karte, wenn der Karteninhaber dies ausdrücklich bei SBPS verlangt, den Verlust der Karte und/oder des PIN-Codes und/oder weiterer Legitimationsmittel meldet oder dies zum Schutz des Karteninhabers angezeigt ist. SBPS behält sich darüber hinaus vor, eine Karte jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu sperren. Für Einsätze der Karte vor dem Wirksamwerden der Sperrung ist SBPS berechtigt, das Kartenkonto zu belasten. Für Schäden, die dem Karteninhaber aufgrund einer erfolgten Sperrung entstehen, übernimmt die SBPS keine Haftung.

18. Kontodaten und Informationen. SBPS übernimmt keinerlei Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen und Angaben, die z. B. an Automaten, übers Internet oder über die App «My Card» abgefragt werden können.

19. Kartengültigkeit. Die Gültigkeitsdauer ist auf der Karte ersichtlich. Nach Ablauf der Gültigkeit geht das Kartenguthaben nicht verloren. SBPS hat das Recht, das Kartenguthaben vor Ablauf der Kartengültigkeit auf eine neue Karte zu übertragen und diese dem Karteninhaber zur Verfügung zu stellen. Auf Antrag des Karteninhabers kann das Kartenguthaben darüber hinaus auf eine andere SBPS-Karte übertragen oder gegen Gebühr auf ein vom Karteninhaber zu bezeichnendes Konto überwiesen werden. Sofern die Karte während einer mehrjährigen Zeitdauer nicht benutzt wurde und das Kartenkonto den Mindestsaldo unterschreitet, behält sich SBPS vor, auf einen Kartenersatz zu verzichten und stattdessen dem Kartenkonto eine jährliche Bearbeitungsgebühr zu belasten.

20. Datenschutz. Durch die Nutzung der Dienste von SBPS erklärt sich der Karteninhaber mit dem Folgenden einverstanden.

  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können innerhalb der SBPS-Gruppe bearbeitet und weitergegeben werden.
  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können mit der Verkaufsstelle, bei der die Karte bezogen wurde, ausgetauscht werden.
  • Personenbezogene Daten sowie Daten zu Kartentransaktionen und Kartensaldo können für operative Abklärungen (z. B. Rückforderungsbegehren aufgrund einer Transaktionsbeanstandung) mit involvierten Parteien ausgetauscht werden.
  • Personenbezogene Daten können zu Verarbeitungszwecken ins Ausland transferiert werden, wobei bei Ländern ohne einen mit Liechtenstein vergleichbaren Datenschutz SBPS den Datenschutz durch vertragliche Garantien sicherstellen wird.

Der Karteninhaber erklärt mit der Kenntnisnahme dieser AGB, dass er das separate Datenschutz-Informationsblatt (auch abrufbar unter www.swissbankers.li) zur Kenntnis genommen hat.

Der Karteninhaber stimmt zu, dass SBPS verhaltensbezogene Daten, die keine unmittelbaren Rückschlüsse auf seine Person zulassen, für Marketingzwecke und zur Marktforschung, insbesondere zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Kartenbeziehung, dem Karteneinsatz oder mit Neben-/ Zusatzleistungen, bearbeiten kann.

Der Karteninhaber stimmt zu, dass seine Verwendung der Karte (z. B. E-Commerce) zu einem Austausch und einer Speicherung der Daten zu seiner Person, seinen Kartentransaktionen und seinem Kartensaldo im In- und Ausland führen kann, welche dem Zugriff und der Kontrolle durch SBPS entzogen sind.

21. Auslagerung von Geschäftsbereichen und Dienstleistungen. SBPS kann im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und gemäss den aufsichtsrechtlichen Vorgaben einzelne Geschäftsbereiche und Dienstleistungen (z. B. Betrieb von Informatiksystemen) an Dienstleister im In- und Ausland auslagern. In diesem Zusammenhang können Daten über den Karteninhaber, dessen Kartentransaktionen und dessen Kartensaldo an den entsprechenden Dienstleister gelangen, was der Karteninhaber hiermit zur Kenntnis nimmt und akzeptiert.

22. Nachrichtenlosigkeit. SBPS ist berechtigt, im Fall der Nachrichtenlosigkeit Daten über den Karteninhaber und dessen Kartensaldo an die zuständigen Stellen weiterzugeben. Müssen im Zusammenhang mit der Nachrichtenlosigkeit besondere Nachforschungen durchgeführt werden, ist die SBPS berechtigt, dem Kartenkonto die anfallenden Kosten, insbesondere die Nachforschungsgebühren, zu belasten.

23. Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die SBPS behält sich vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit zu ändern. Änderungen der AGB werden über die App «My Card» und unter www.swissbankers.li kommuniziert und sind dort jederzeit abrufbar.

24. Beendigung der Geschäftsbeziehung. Das Vertragsverhältnis endet, wenn

  • der Karteninhaber oder die SBPS das Vertragsverhältnis gekündigt hat und die Saldierung sämtlicher Karten des Karteninhabers abgeschlossen ist;
  • alle Karten eines Karteninhabers nach Ablauf der Gültigkeitsdauer keine Guthaben mehr aufweisen.

SBPS kann das Vertragsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen.

25. Anwendbares Recht und Gerichtsstand. Alle Rechtsbeziehungen mit SBPS unterstehen dem liechtensteinischen
Recht. Gerichtsstand ist Vaduz.

Die aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen können unter
www.swissbankers.li eingesehen werden.

Swiss Bankers Prepaid Services (Liechtenstein) AG
Austrasse 56, 9490 Vaduz, Liechtenstein
+423 233 31 41, info@swissbankers.li, swissbankers.li

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